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| 01:39 Uhr

Klein Buckscher Stein am neuen Standort

Am neuen Standort des Steins von Klein Buckow legen auch die ehemaligen Einwohner selbst Hand mit an: Ines Betker (45 Jahre), Heinz Dockter (72) und Paul Donath (18). Foto: Martina Arlt/mat1
Am neuen Standort des Steins von Klein Buckow legen auch die ehemaligen Einwohner selbst Hand mit an: Ines Betker (45 Jahre), Heinz Dockter (72) und Paul Donath (18). Foto: Martina Arlt/mat1 FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Normalerweise bekommt ein Stein eines verschwundenen Dorfes aufgrund des Tagebaus nur einen Platz, wo er über Jahrzehnte an den jeweiligen Ort erinnert. Für die Klein Buckower ist es jedoch anders gekommen. Der Gedenkstein musste in diesen Tagen wandern und ist an einem neuen Standort angekommen. Von Martina Arlt

"Das ist nun genau die Stelle im ehemaligen Ausbau von Klein Buckow, in der Nähe des Gehöftes der Familie Rose gefunden - ein Standort, der gut erreichbar ist", sagt der ehemalige Einwohner von Klein Buckow, Heinz Dockter. Doch warum machte sich eine Umsetzung erforderlich? Die erste Steineinweihung war bereits 2004 und anfangs schien alles bestens. Doch schon wenige Zeit danach erhielten die Klein Buckower die Nachricht, die Zuwegung zum Stein ist nicht möglich. Alle Flächen rings um den Erinnerungsstein waren bereits verkauft. Das Betreten war nur bei niedrigen Waldbrandwarnstufen möglich. "So haben wir in den vergangenen drei bis vier Jahren überlegt, wie dieses Problem zu lösen ist", sagt die Klein Buckowerin Ines Betker von der Interessengemeinschaft des abgebaggerten Dorfes.

Sprembergs Bürgermeister Dr. Klaus-Peter Schulze lieferte die Idee, den Stein noch einmal umzusetzen. Mit Unterstützung der Stadt, des Bauhofes sowie des Vattenfall-Konzerns, ist es gelungen, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Am Gründonnerstag nutzten die Klein Buckower die Gelegenheit, den Grundstein für den zehn Tonnen schweren Koloss zum zweiten Mal zu legen. "Nun sind wir zuversichtlich, dass wir an dieser Stelle einen Ort für die Klein Buckower geschaffen haben, der an die Umsiedlung von 1986 mit mehr als 200 Einwohnern erinnert", sagt Ines Betker. In diesen Tagen legen Mitarbeiter des Bauhofes auf dem Gelände kräftig Hand an, um die Fläche um den Stein zu gestalten. Dafür setzen sie Begrenzungen mit Granitsteinen für die Rabatten. Die Bepflanzungen nehmen die Klein Buckower selbst vor, auch Bäume sollen hier wachsen.

Um die Grünflächen zu gestalten, treffen sich die Klein Buckower am 21. Mai 2011 ab 9 Uhr zum Arbeitseinsatz an der Steinanlage. Arbeitsgeräte sind mitzubringen. Gern können noch Pflanzen zur Gestaltung der Rabatten mitgebracht werden.

Am 27. August 2011 laden die Klein Buckower dann zum ersten Steinfest auf der neuen Anlage ein.