Sophie Koalick (Violine) aus Forst und die drei Spremberger Akkordeonisten Anna-Maria Wünsche, Philipp Hypko und Anne Lamparsky sind mit ihren acht Lenzen die Jüngsten, die die Musik- und Kunstschule in diesem Jahr ins Rennen schickt. Und obgleich sich mit Schülern wie Bettina Helbig, Marc-Athony Brunsch, Katrin Bulke und Katja Richert durchaus auch erfahrene Talente der Jury stellen, steht jetzt doch so etwas wie ein Neubeginn an. Sonja Junghänel: „Unsere alten Hasen sind weg. Viele der diesmal auftretenden Schüler sammeln wirklich erste Erfahrungen im Wettbewerb“ . Im Fach Gesang sind das beispielsweise die 13-jährige Miriam Sowa und und die 14-jährige Romy Rose. „Aber eben weil so viele neue Schüler dabei sind, freue ich mich auch so sehr auf den Wettbewerb. Ich bin sehr gespannt.“

In der Jury der Sänger
Bereits vor dem Regionalwettbewerb Süd im Land Brandenburg werden die Regionalwettbewerbe Nord-Ost und West stattfinden. Im Regionalwettbewerb in Beeskow am 14. und 15. Januar ist Sonja Junghänel Mitglied der Jury des Wertungsbereichs Gesang sein. Und beim Regionalwettbewerb West übernimmt sie gar den Vorsitz der Gesang-Jury - keine einfache Aufgabe, weil sie dann als Jury-Vorsitzende gleich drei im Blick haben muss: den Schüler, dem die Freude am Musikmachen bleiben soll; den Lehrer, der möglichst nicht zu enttäuschen ist; und die Jury-Mitglieder, die sehr erfahren sind in ihrem Fach. „Durch diese Aufgaben sehe ich, was in allen Regionen Brandenburgs in meinem Fach Gesang so los ist. Und weil diese beiden Wettbewerbe vor unserem Regionalwettbewerb in Spremberg liegen, werde ich mich natürlich auch umschauen und an Ideen mitbringen, was hier noch kurzfristig umzusetzen ist“ , verspricht Sonja Junghänel.
In Spremberg sitzt sie in keiner Jury - weil sie selbst Schüler zu betreuen hat und weil sie als Gastgeberin die ganze Organisation in den Händen hält. Mit ihrem Lehrer-Team wird sie gleich am Montag über die Verteilung der verschiedenen Aufgaben sprechen. Und auch mit den Leitern der anderen Einrichtungen, die neben dem Schloss Austragungsorte des Regionalwettbewerbs sind, trifft sie sich schon in der nächsten Woche. Neben den Podiumsräumen I und II in der Musikschule und dem Festsaal des Schlosses sind die Gesamtschule Wirthstraße, das Erwin-Strittmatter-Gymnasium in der Mittelstraße, die Auferstehungskirche und das Gemeindehaus der Kreuzkirche Austragungsorte des Regionalwettbewerbs. Hier sollen die jungen Musiker gute Bedingungen vorfinden. Es darf nicht plötzlich eine Heizung ausfallen oder eine Schulklingel schrillen. Möglichst viele Vorbereitungsräume soll es für sie geben. Auch f*amp *uuml;r die Juroren ist eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, „und das wird mit Kaffee und belegten Brötchen nicht getan sein, sondern es gehört dazu auch ein guter Schlafplatz, wenn sie hier übernachten möchten.“ Das wird bei mindestens 30 der 37 Juroren der Fall sein, schätzt Sonja Junghänel, denn sie kommen aus dem gesamten Land Brandenburg, aus Berlin, Weimar, Leipzig.
Am größten ist das Teilnehmerfeld im Fachbereich Klavier. „Sonst begannen wir frühestens am Freitagnachmittag mit dem Wettbewerb. Diesmal müssen wir schon am Freitagmorgen um 9 Uhr mit den ersten Klavierschülern anfangen“ , so Sonja Junghänel. Als sie auf den Teilnehmerlisten sah, wer alles in welchen Altersgruppen zu erwarten ist, organisierte sie nicht nur schnell die Termine zum Stimmen der Klaviere im Haus, sondern der Landkreis fegte Ende des vergangenen Jahres buchstäblich nochmals Geld aus allen Ecken zusammen und kaufte für 4000 Euro ein neues Klavier der Marke Kawai. „Darüber bin ich wirklich sehr froh. Wir haben hier in der unteren Etage zwar einige Klaviere. Doch sie stammen alle aus der DDR-Zeit, wo wegen des Materialmangels für mehrere Teile auch Plaste eingesetzt wurde. Das schlägt sich mit der Zeit aus. Die Instrumente sind oft schnell wieder verstimmt.“ Und für den Podiumsraum II unterm Dachjuchhe wird ein Steinway-Flügel ausgeliehen. Sonja Junghänel nickt eifrig: „Ja, er wird nächsten Mittwoch angeliefert.“
Somit kann den Pianisten der Region Brandenburg Süd am 15. und am 22. Januar die Möglichkeit gegeben werden, sich schon mal auf den Instrumenten hier in Spremberg einzuspielen.
Am 18. Januar und am 2. Februar werden zudem die Schüler der Musik- und Kunstschule ab 16.30 Uhr zeitgleich im Festsaal des Schlosses und im Podiumsraum I und II ihre Wettbewerbsprogramme durchspielen. „Hier können wir Lehrer nochmals auf Details schauen. Müssen die Programme doch noch einmal umgestellt werden„ Gelingt es dem Schüler, seine Kraft einzuteilen“ Wann braucht der Sänger den Ton vom Korrepetitor am Klavier. Ja, selbst die Kleidung, die Schuhe und die Frisur sind wichtig - denn der optische Eindruck spielt mit“ , weiß Sonja Junghänel.

Publikum ist willkommen
Zu den einzelnen Vorspielen des Regionalwettbewerbs sind die Spremberger herzlich willkommen. Und auch zur Bekanntgabe der Preise am 5. Februar in der Aula des Strittmattergymnasiums um 19 Uhr. Sonja Junghänel schmunzelt: „Ich hoffe nur, dass die Spremberger von dieser Abendveranstaltung nicht enttäuscht sind, denn das ist kein Konzert, sondern hier werden wirklich nur die Ergebnisse bekanntgegeben. Und dann wird gejubelt, mit den Füßen getrampelt, geklatscht, gerufen. Ein richtiges Tohuwabohu mit Eltern und Schülern und Lehrern und Gästen. Wer Musik hören möchte, dem empfehle ich den Wettbewerb und das Konzert der Preisträger am 24. Februar um 18 Uhr im Erwin-Strittmatter-Gymnasium.“

Hintergrund Die Sponsoren
 Zahlreiche Sponsoren konnten im Vorfeld für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ gefunden werden: Die Sparkasse Spree-Neiße ist dabei, die Volksbank Spremberg-Bad Muskau, der Landkreis Spree-Neiße, die Stadt Spremberg, der Förderverein der Musikschule, die Lausitzer RUNDSCHAU, Vattenfall Europe Generation und auch Dr. Dietmar Woidke, Brandenburgs Minister für Umwelt, ländliche Entwicklung und Verbraucherschutz.