Eine Freude mitten in der Corona-Krise? Dafür hat jetzt die EEW Energy from Waste GmbH aus Großräschen in der Spremberger Integrationskita „Flax & Krümel“ gesorgt. Jörg Paukstadt, Geschäftsführer des Spremberger Vereins „Lebenshilfe“, Träger der Kita, hat gemeinsam mit Kitaleiterin Kirsten Namokel einen Scheck über 2250 Euro entgegennehmen dürfen. Kirsten Namokel wusste sofort, wofür sie dieses Geld gut gebrauchen kann. „Wir optimieren gerade unsere Raumgestaltung in den einzelnen Bildungsbereichen. Mit der Spende werden wir unsere Turnmatten und Geräte für den Bereich Körper, Bewegung und Gesundheit erneuern“, erzählt sie.
Wie EEW Monat für Monat die Spenden sammelt, gefällt dem Lebenshilfe-Team. Erklärt hatten ihnen ihre Rest-Cent-Initiative der Technische Geschäftsführer Dr. Klaus Piefke und der Betriebsratsvorsitzende Marcus Vanauer. „Monatlich spenden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ihrem Gehalt einen kleinen Betrag zwischen einem und maximal 99 Cent“, sagt Vanauer. Das Unternehmen stocke die Sammlung auf, und welche sozialen Projekte den Zuschlag bekommen, entscheidet der Betriebsrat, nachdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Vorschläge unterbreitet hatten.“ Seit dem Jahr 2003 gebe es diesen Hilfsfonds, sagt Marcus Vanauer.

Nachfrage nach Notbetreuung steigt in Spremberger Kita

Wie Klaus Piefke sagt, kümmert sich EEW um die thermische Abfall- und Klärschlammverwertung. Die GmbH betreibt Verwertungsanlagen, entwickelt und errichtet sie aber auch. Die Abfälle werden in den 18 Anlagen in Deutschland und im benachbarten Ausland zu Prozessdampf für Industriebetriebe, zu Fernwärme für Wohngebiete oder in Strom verwandelt. Fünf Millionen Tonnen Abfall werden so im Jahr verwerten. 1150 Beschäftigte hat die EEW-Gruppe.
Noch sind die Matten und Geräte nicht da. Aber Heilpädagoge Maik Pohl freut sich besonders auf die Schaukel. Die Halterung ist schon an der Wand befestigt. „Das wird keine wilde Schaukel wie auf dem Spielplatz“, erklärt er, „sondern eine Schaukel für unseren Ruhebereich mit dem Wasserbett. In ihr werden die Kinder sanft hin und her schaukeln, wenn sie nach dem Klettern und Bauen einfach entspannen wollen.“
Rund 100 Kinder besuchen die Integrationskita „Flax & Krümel“ in der Gärtnerstraße in coronafreien Zeiten, zehn von ihnen haben einen heilpädagogischen Bedarf. Auch in der Notbetreuung Anfang der Woche kümmerten sich die Pädagogen bereits wieder um 45 Kinder – darunter besonders viele Vorschulkinder. Und die Zahl, so Jörg Paukstadt, steige.