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Kirchen
Spremberger Fest zum Jubiläum der Reformation

Verena Pohle (Landeskirchliche Gemeinschaft), Birgit Lange (Michaelkirche), Günter Heine (Auferstehungskirche) und Katrin Noack (Kreuzkirche) laden zum Reformationsfest in der Kreuzkirche ein.
Verena Pohle (Landeskirchliche Gemeinschaft), Birgit Lange (Michaelkirche), Günter Heine (Auferstehungskirche) und Katrin Noack (Kreuzkirche) laden zum Reformationsfest in der Kreuzkirche ein. FOTO: Anja Guhlan / Guhlan Anja
Spremberg. Evangelische Kirchgemeinden organisieren gemeinsamen Gottesdienst und wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen. Von Anja Guhlan

Zum Reformationsfest am 31. Oktober haben sich die vier evangelischen Kirchgemeinden in Spremberg zusammengetan und wollen um 15 Uhr einen großen Gottesdienst in der Kreuzkirche begehen. Es soll der große Abschluss   des Jubiläumsjahres sein. Sebastian Krüger von der Landeskirchlichen Gemeinschaft  organisiert mit etwa 15 anderen  das bevorstehende Reformationsfest.  Das Stadtgottesdienstteam, das sonst den großen Open-Air-Gottesdienst zu Pfingsten am Stausee und den Heimatfestgottesdienst auf der Freilichtbühne organisiert, hat derzeit alle Hände voll zu tun.

Ein anderthalbstündiger Gottesdienst soll das Thema Reformation aufgreifen.  Dabei halten Pfarrerin Sabine Ernst und Prediger Andreas Heydrich nicht nur eine besondere Dialogpredigt, sondern es soll auch Musik erklingen und Theater gezeigt werden. „Wir wollen nicht vordergründig zurückblicken auf die vergangenen 500 Jahre, sondern bewusst in die Zukunft schauen“, sagt Sabine Ernst.

Der Gottesdienst und das anschließende gemütliche Beisammensein auf dem Kirchplatz bei Stockbrot, Kürbis- und Gulaschsuppe trägt daher auch den  Titel „Richtungswechsel“.  „Reformation bedeutet Veränderung.  Was genau bedeutet Reformation heute für die Kirche, für unsere Stadt  und für die Menschen persönlich?  Dieser Frage wollen wir nachgehen“, erklärt Sebastian Krüger. „Dabei kann es sich um einen persönlichen Richtungswechsel, zum Beispiel die Zuwendung zu Gott handeln, aber auch um größere Richtungswechsel. Es muss auch nicht die 180 Grad Drehung sein. Manchmal reichen ja auch ein paar  Grad an Drehung aus, um etwas zu verändern.“

Das Organisationsteam hat sich im Anschluss an den Gottesdienst auch verschiedene Stationen ausgedacht. So können die Besucher selbst einen Thesenanschlag vollziehen, Kerzen anzünden oder miteinander diskutieren. Die Gestaltung des Reformationsfestes übernehmen zahlreiche ehrenamtliche  Helfer. „Die Vorbereitungen laufen seit dem Frühjahr“, berichtet Günter Heine von der Auferstehungskirchengemeinde.