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| 01:02 Uhr

Kinder wollen Kindern helfen

Spremberg / Schwarze Pumpe.. Auch in Spremberg wird weiter für die Flutopfer gespendet. Besonders Kinder und Jugendliche sind es zunehmend, die sich Gedanken machen, wie sie den Flutopfern in Südostasien helfen können. Von Annett Igel

„Als ich im Fernsehen die Bilder von der Flutkatastrophe in Südasien sah, war ich schockiert. Ich überlegte, dass ich irgendwie helfen möchte. Da ich nicht hinfahren kann, weil ich ja erst 14 Jahre alt bin, habe ich gedacht, dass wir etwas vom Taschengeld spenden könnten. Also fragte ich die anderen Kinder und Erwachsenen in unserem Heim, wie sie meine Idee finden. Alle waren sofort damit einverstanden, dass auch wir etwas dazu beitragen wollen, um diesen Menschen zu helfen, die alles verloren haben“ , so schreibt Verena aus dem Kinder- und Jugendheim Spremberg des Landkreises Spree-Neiße, „schon nach kurzer Zeit hatten wir 243 Euro gesammelt. Wir freuen uns sehr, dass auch wir mithelfen können, dass es den Menschen im Katastrophengebiet bald wieder besser geht und sie glücklich sein können“ .
Die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Gesamtschule Georgenberg in Spremberg hatten sich recht intensiv über die Schreckensnachrichten aus Südostasien ausgetauscht und verschiedene Zeitungsartikel dazu ausgewertet. Sie bastelten Plakate und viele Kinder der Klassen zwei bis sechs der Grundschule Georgenberg entschlossen sich spontan, auch einen finanziellen Beitrag zu leisten. Eine Spende von 121,15 Euro brachten sie schließlich in die Spremberger RUNDSCHAU-Redaktion, damit das Geld über den Verein „Wir helfen Aceh“ den Flutopfern zugute kommt. Ihre Hoffnung: „Vielleicht kann unsere Spende zum Wiederaufbau einer Schule genutzt werden.“
Besonders an die Kinder unter den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen dachten auch die Mädchen und Jungen der Kita „Flax & Krümel“ . Sie hatten sich angesichts der Bilder aus Südostasien mit ihren Erzieherinnen spontan für einen Kuchenbasar entschieden. Am vergangenen Freitag, 21. Januar, fand er statt. Die Erzieherinnen hatten diesmal den Kuchen gebacken. Streußelkuchen war dabei, verschiedene Obstkuchen und Quarktorten und sogar Windbeutel und eine leckere Schokotorte, erinnerten sich die neun Knirpse der Bummigruppe II, die gestern mit ihrer Erzieherin Annelie Teschner einen dicken Umschlag in die Redaktion. Fünf von ihnen werden selbst in diesem Jahr in die Schule kommen und freuen sich schon sehr darauf. Sie können deshalb schon ganz gut nachvollziehen, wie schlimm es wäre, wenn die Schulen plötzlich zerstört und alle Unterrichtsmaterialien, wie Bücher und Hefte, weg oder verdorben sind. Viele Eltern nutzten den Kuchenbasar am Freitag, und manche gaben mehr, als sie sollten, erzählte Annelie Teschner, so dass nun 283 Euro zusammengekommen sind.
Und 120 Euro kamen im Jugendklub „null problemo“ der Spremberger Lebenshilfe zusammen. Wie Markus Weiß erzählte, war gleich nach der Flut ein Sparschwein im Jugendklub aufgestellt worden. Mit insgesamt 60 Euro wurde es im Verlauf der vergangenen Wochen gefüttert, und die Mitglieder der Lebenshilfe verdoppelten diese Summe nun noch einmal.