Der Vorstandsvorsitzende der Solega, Matthias Bärmann, dankte in seiner Rede zunächst den Feuerwehrleuten für ihren Kampf gegen das Hochwasser und der Gemeinde Schenkendöbern für die zur Verfügung gestellen Dächer.

Das Projekt der Solarfeuerwehr Kerkwitz habe die Genossenschaft während eines Umweltfestivals Anfang Juni in Berlin vorgestellt, erläuterte Matthias Bärmann. Dort sei die Idee auf großes Interesse gestoßen.

Die Zahl der Mitglieder ist Matthias Bärmann zufolge seitdem von 40 auf 117 gewachsen. Aus dem gesamten Bundesgebiet, von Nord bis Süd und von Ost bis West, gebe es Interesse, direkt in einem der vom Braunkohletagebau bedrohten Dörfer zu investieren. Bärmann las exemplarisch zwei Grußschreiben aus Ostfriedland und aus Baden-Württemberg vor. Es gebe eine große Verbundenheit mit der Region, sagte Bärmann. Sein Traum sei es, schon in zehn Jahren ein Erntedankfest ohne Sorgen um einen Tagebau in Kerkwitz feiern zu können, so der Vorstandsvorsitzende.

Insgesamt habe die Solega seit ihrer Gründung 728 Anteile zu je 250 Euro an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht, insgesamt also 182 000 Euro, so Bärmann. Mit den bisherigen Anlagen könnten 40 Eigenheime mit Energie versorgt werden.

Noch in diesem Jahr sollen laut Vorstandsvorsitzendem drei weitere Anlagen hinzukommen. Insgesamt werde dann Energie für 60 Eigenheime produziert. Die Anlage in Kerkwitz hat demnach eine Leistung von knapp zehn Kilowatt-Peak.

Das nächste größere Projekt der Genossenschaft könnte das Atterwascher Pfarrhaus werden. “Die besondere Herausforderung dort liegt im Denkmalschutz„, sagte Bärmann.

Der Kerkwitzer Ortsvorsteher Roland Lehmann nannte die Solarfeuerwehr “ein symbolisches Signal, dass es auch anders geht. Das ist ein Zeichen dafür, dass es Alternativen gibt - eine wichtige Botschaft für unser Dorf„. Lehmann hat die Anlage gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Sogela, Martin Pehle, Ortswehrführer Bernd Hanschke und Rene Schuster von der Grünen Liga mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen. ten

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Zum ThemaDie Solargenossenschaft Lausitz (Solega) ist im vorigen Jahr von zunächst zehn Mitgliedern gegründet worden. Mitglied kann jeder werden. Ein Anteil kostet 250 Euro, diese einmalig zu entrichtende Summe stellt eine Geldanlage dar.