| 02:35 Uhr

Keramikfreunde kommen in Spremberg auf ihre Kosten

Töpferin Jacqueline Naß aus Borna präsentierte ihre Keramik bereits zum zehnten Mal beim Spremberger Töpfermarkt.
Töpferin Jacqueline Naß aus Borna präsentierte ihre Keramik bereits zum zehnten Mal beim Spremberger Töpfermarkt. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Spielte das Wetter am Wochenende beim 13. historischen Töpfermarkt in Spremberg auch nicht ganz mit, waren doch zahlreiche Besucher unterwegs. mat1

Punkt 10 Uhr zogen am Samstag die Musiker der Schalmeienkapelle Sabrodt unter der Leitung von Bernd Richter vom Marktplatz bis zur Berliner Kreuzung. Am Sonntag übernahm die Spreeriver Dixielandband den musikalischen Part, um auf die Töpfermeile in der Langen Straße aufmerksam zu machen. Dort präsentierten Töpfer, Keramiker und Kunsthandwerker ihre individuell gefertigten Erzeugnisse. In vielfältigen Techniken, Formen und Farben hergestellte Gebrauchskeramik und Figuren wurden dargeboten. Töpfer schlüpften in historische Gewänder und zeigten ihre Kunst in Ton.

Die Handwerker reisten aus allen Himmelsrichtungen an, um in Spremberg dabei zu sein. So gehört auch Töpferin Jacqueline Naß aus Borna zu den Stammhändlern. Sie ist zum zehnten Mal in Spremberg. "Die Leute sind schon recht kauffreudig, ich bin zufrieden", stellt sie fest. 28-mal im Jahr präsentiere sie ihre Töpferwaren auf Märkten, so die Bornaerin, die mit ihrer blau-grauen Keramik immer wieder die Blicke der Besucher an ihren Stand zieht. Theresa Schwerin hat ihre Werkstatt "La terre" in der Alten Ziegelei in Klein Kölzig und war nun zum zweiten Mal dabei: "Beim Heimspiel macht man immer mit. Spremberg ist ja für mich nicht weit und so präsentiere ich heute hier meine Gebrauchskeramik", sagt Theresa Schwerin, die die Scheibentöpferei erlernt hat.

Mit einem ganz anderen Stand präsentierten sich Heidrun Weinhold, Edith Stübke und Birgit Hannusch. Während Heidrun Weinhold Holzspielzeug von ihrem Mann Ulrich an den Mann brachte, hatten sich Edith Stübke und Birgit Hannusch mit ihren Strickwaren die beginnende kalte Jahreszeit eingestellt. Die Strittmatter-Gymnasiasten hatten wieder jede Menge selbst gebackenen Kuchen im Angebot, um die Abi-Kasse etwas aufzubessern. Frank Meisel baute als Hauptmann Lauermann mit seinen Räubern vor seinem Reisebüro das Räuberlager auf. Werner Jungfer unterhielt die Besucher mit seinem Akkordeon, und die Räuber luden zum Hufeisenzielwurf ein.

Töpferkunst hautnah konnten die Besucher wieder beim Hans Holland aus Elstra am Bullwinkel erleben. Mode-Express Nr. 1 bot in der Dresdener Straße eine Modenschau. Carsten Handrick zeigt vor seinem Geschäft Uhrmacherhandwerk zum Anfassen und Schauen.