Zum Standort der neuen Rettungswache in Spremberg ist noch immer keine Entscheidung gefallen. Nachfragen von Stadtverordneten wie Kreistagsabgeordneten aufgrund der „katastrophalen“ Situation in der Rettungswache am Ende der Fröbelstraße werden seit Monaten stets nur im nicht öffentlichen Teil der Gremien beantwortet.

Landkreis und Stadt Spremberg stimmen sich über Standort der Rettungswache ab

Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) versicherte in der letzten Kreistagssitzung vor der Sommerpause aber wenigstens, dass Abstimmungen mit der Stadt Spremberg laufen. Er selbst habe sich bereits im Juni mit Andreas Bränzel (CDU), Vorsitzender der Spremberger Stadtverordnetenversammlung, ausgetauscht, während sein Dezernent Carsten Billing schriftlich konkrete Details und verbindliche Zusagen mit Sprembergs Bürgermeisterin Christine Hertier verhandele.
„Dem Landkreis“, so Altekrüger, „stehen für diesen Neubau mehrere Standorte zur Verfügung.“ Um eine „adäquate Auswahlentscheidung“ treffen zu können, müsse Spremberg nun noch weitere Informationen liefern. „Dies betrifft im Wesentlichen Fragen der vertraglichen Gestaltung“, sagt der Landrat. Eine Beschlussvorlage werde den Kreistagsabgeordneten erst vorgelegt, wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind und ein passender Standort gefunden wurde, so Altekrüger.

Spremberg will die Rettungswache in der Nähe zum Krankenhaus

Auch die Stadt Spremberg hält sich weiter bedeckt. Stadtsprecher Alexander Adam bestätigt, dass die Gespräche mit dem Landkreis noch andauern. „Allerdings bevorzugt die Stadt nach wie vor einen Standort im Umkreis des Spremberger Krankenhauses“, sagt Adam. Derweil werden die Arbeitsbedingungen in der Rettungswache nicht schöner. Seit Jahren wird der schlechte Zustand bemängelt. Neben der immer wieder aufgeschobenen Renovierung ist die Rettungswache, gebaut Anfang der 90er-Jahre, einfach viel zu klein.
Schon 2016 sollen mehrere Grundstücke angeschaut worden sein. Nachdem der Landkreis Kaufverhandlungen zu einem von der Stadt bevorzugten Standort an der Lustgartenstraße/Petrigasse für endgültig gescheitert erklärt hatte, bekamen die Stadtverordneten im Mai 2019 eine Beschlussvorlage für eine Rettungswache an der Georgenstraße – auf dem ehemaligen Kaufland-Gelände – auf den Tisch. Diesen Standort aber lehnte das Stadtparlament als viel zu weit weg vom Krankenhaus ab.