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| 01:06 Uhr

„Kein Landwirt soll wegen der Trockenheit aufgeben müssen“

Spree-Neiße.. Ab sofort können von der Dürre geschädigte Agrarbetriebe in Brandenburg Anträge für das Bund-Länder-Existenzsicherungsprogramm stellen. Das teilt das Amt für Landwirtschaft des Landkreises Spree-Neiße mit. Von Hannelore Grogorick

„Nachdem seit Juni bereits eine Reihe von Hilfsmaßnahmen für Brandenburgs Landwirtschaft auf den Weg gebracht wurden, stellen Bund und Land - wie angekündigt - zusätzliches Geld zur Verfügung“ , sagt Abteilungsleiter Gerald Franke.
Natürlich könnten damit, so Franke, die Millionenverluste der diesjährigen Ernte nicht ausgeglichen werden. Mit dem Geld sei aber wirksame Hilfe zur Existenzsicherung möglich.
Im Landkreis Spree-Neiße gibt es knapp 300 Landwirtschaftsbetriebe aller Rechtsformen, wie Landwirtschaft im Haupt- oder Nebenerwerb, Gartenbaubetriebe, GmbH, eingetragene Genossenschaften oder auch die Aktiengesellschaft Grießen. Etwa 1100 Männer und Frauen sind dort beschäftigt. Wie viele Betriebe in welchem Umfang von der Hitze des Jahrhundertsommers geschädigt wurden, kann Franke jetzt noch nicht sagen. „Das Ziel der jetzt kommenden Unterstützung ist es, dass keinLandwirt wegen der Trockenheit seinen Betrieb aufgeben muss“ , sagt Gerald Franke.
Im brandenburgischen Landeshaushalt sind für dieses und kommendes Jahr insgesamt 15 Millionen Euro für die Dürrehilfen reserviert. Dazu kommen die Gelder des Bundes, voraussichtlich in gleicher Höhe.
Antragsformulare f sind über das Landwirtschaftsamt des Kreises erhältlich. Im Online-Angebot des brandenburgischen Agrar- und Umweltministeriums sind die Formulare unter http://www.brandenburg.de/land/mlur/l/duerre.htm abrufbar.
Antragsberechtigt sind Landwirtschaftsbetriebe aller Rechtsformen, Gartenbaubetriebe und Betriebe der Aquakultur. Die Anträge müssen bis spätestens Montag, 27. Oktober 2003, beim Landwirtschaftsamt eingegangen sein. Später eingehende Anträge könnten nicht berücksichtigt werden, betont Franke.
Weitere Informationen gibt es beim Amt für Landwirtschaft unter Telefonnummer 03562 986 18301.