ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:05 Uhr

Katzenschnupfen breitet sich in der Region aus

EIne Katze mit Katzenschnupfen.
EIne Katze mit Katzenschnupfen. FOTO: Fotolia/Sabine Ferkinghoff
Spremberg/Groß Döbbern. Aufgrund des wechselhaften Wetters betreuen die Mitarbeiter des Tierheims am Schäferberg derzeit besonders viele kranke Katzen. Wie Chefin Annett Stange mitteilt, kämpfen 30 Jungtiere mit der Diagnose des Katzenschnupfens: Bakterien oder Viren rufen Symptome wie tränende Augen hervor, die letztlich sogar zum Tod führen können. René Wappler

"Gerade bei schwankenden Temperaturen und schnellem Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein tritt diese Krankheit häufig auf", sagt Annett Stange.

So entdeckte eine Frau am Kollerbergring in Spremberg zwei erkrankte junge Katzen, die hinter einer Mülltonne lagen, ohne ein Muttertier in Sichtweite. Daraufhin informierte sie die Mitarbeiter des Tierheims. Eine der Katzen, vermutlich nur eine Woche alt, starb kurz darauf, das andere Tier befindet sich momentan noch in Behandlung.

Eine weitere Jungkatze, allerdings gesund, lag unter einem Auto in der Spremberger Geschwister-Scholl-Straße. Auch in diesem Fall rief eine aufmerksame Nachbarin im Tierheim an, wo der Vierbeiner nun heranwächst.

Allein am vergangenen Wochenende meldeten sich fünf Personen aus dem gleichen Anlass im Tierheim am Schäferberg: Die Katzen auf ihrem Grundstück hatten Jungtiere zur Welt gebracht, für die nun nach einem neuen Zuhause gesucht wird. "Die Leute gucken immer nur zu, statt die Tiere sterilisieren oder kastrieren zu lassen", sagt Annett Stange. "Und wenn dann der Nachwuchs da ist, reden sie sich damit heraus, dass ihnen die Katze doch nur zugelaufen ist." Dabei trägt das unkontrollierte Vermehren der Tiere dazu bei, dass Krankheiten wie der Katzenschnupfen häufiger auftreten: Er kann in kurzer Zeit ganze Katzengemeinschaften befallen, kommt jedoch seltener in einem Haushalt vor, in dem Einzeltiere leben.

Einen besonders kuriosen Fall erlebten die Tierheim-Mitarbeiter in Groß Luja. Als dort eine Katze Nachwuchs bekam, erklärten die Grundstückseigentümer, ihr Hund reagiere allergisch auf die Tiere. Die Fachleute vom Schäferberg zweifeln stark an diesem Befund. Trotzdem werden sie sich um die Vierbeiner kümmern.