„Dank der Unterstützung des Lehder Gastwirtes Karl-Heinz Starick wird die Folklorelawine wieder nach Lehde kommen“ , sagte der Landrat des Spree-Neiße-Kreises, Dieter Friese, auf der vorbereitenden Pressekonferenz. Friese freut sich über das Engagement von Starick besonders, da trotz mehrerer Anfragen an weitere Gastwirte in Lehde keine Resonanz kam. So werden die 18 Folkloregruppen auch in diesem Jahr ihre Tänze vor der Quappenschänke zeigen.

Kanadier zu Gast
„Deutschland und seine Nachbarn“ ist das Motto der Folklorelawine. „Dazu haben wir unsere Nachbarn und Länder der EU-Erweiterung eingeladen“ , sagte Landrat Friese. Doch ganz besonders stolz ist er auf die beiden kanadischen Gruppen aus der Partnerregion des Spree-Neiße Kreises in British Columbia. Die Gruppe „Les Folles Jambettes“ hat eine Tanzshow entwickelt, deren Höhepunkt der Cancan ist. Darüber hinaus wird die Ktunaxa Nation Dance Troupe mit wohl bisher in der Lausitz einmaligen Indianertänzen aufwarten.
Alle Gruppen reisen auf eigene Kosten nach Deutschland und werden in Forst und Lübbenau auftreten.
Während am ersten Tag ein Abstecher nach Zielona Gora geplant ist, findet am Samstag, dem 17. Mai, ein Umzug durch die Rosenstadt Forst zum Kreishaus statt. Dort stellen sich die Ensembles mit einem Bühnenprogramm vor. Gleichzeitig wird ein Markt vorbereitet, auf dem es auch Spezialitäten aus den 16 Ländern gibt.
Einen Tag später gastiert das Folkloreprogramm in Lübbenau. Vom Bahnhof geleitet der Spielmannszug der TSG Lübbenau die Folkloristen durch die Stadt zum Hafen an der Dammstraße. Dort werden sie vor dem Einsteigen in die Kähne Kostproben ihrer Tänze zeigen.

Folklorelawine auf Kähnen
„Die Kahnfährunternehmen von Lübbenau staken anschließend die rund 360 Teilnehmer von Lübbenau nach Lehde“ , erklärt Undine Ast von der Spreewald-Touristinformation den weiteren Ablauf. Ab 14 Uhr treten die Gruppen auf der Dolzke-Insel auf, wo sie von der Hotelanlage Starick und dem Spreewaldhof versorgt werden.
„Nur noch 14 Tage sind es bis zum Beginn des großen Ereignisses. Wir sind schon ganz aufgeregt“ , erklärte Landrat Dieter Friese. Nun brauche nur noch Petrus mitzuspielen, sagte er. Regnet es, wird die Bühne in Lehde überdacht.
Die Kanadischen Indianer werden übrigens einige Tage eher nach Deutschland reisen. Es ist geplant, dass sie in verschieden Schulen des Spree-Neiße-Kreises ihre Kultur den Schülern nahe bringen.

Hintergrund Folklorelawine
 Zum dritten Mal findet die Folklorelawine statt. Sie geht auf eine Idee vom SPN-Landrat Dieter Friese zurück: Lawine bedeute eine Liedsammlung. Bei den Pfadpfindern gab es eine Klemmmappe, wo alle Texte gesammelt wurden. So eine Lawine sind im übertragenden Sinne die Folkloregruppen.