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| 02:37 Uhr

Kakteenfreunde bewundern stachliche Schönheiten

Ausstellungsleiter Volker Schädlich (2.v.r. ) im Gespräch mit Besuchern der Kakteenausstellung.
Ausstellungsleiter Volker Schädlich (2.v.r. ) im Gespräch mit Besuchern der Kakteenausstellung. FOTO: mat1
Spremberg. Hunderte Kakteenliebhaber zog es am vergangenen Wochenende zur 38. Kakteenausstellung nach Spremberg. Auf einer Ausstellungsfläche von 160 Quadratmetern fanden die Besucher 1000 Ausstellungsstücke und nochmals 1000 Kakteen und Sukkulenten zum Verkauf vor. Martina Arlt/mat1

Die Mitglieder der Spremberger Fachgruppe Kakteen und Sukkulenten des Kulturbundes Spremberg sorgten für diese Pflanzenvielfalt. Zu den elf Ausstellern am Wochenende gehörten Erhard und Ingrid Lehmann, Volker Schädlich, Joachim Smuda, Ursula Prußkel, Bernd Meinel, Burkhard Meinel, Gisela Meyer, Dietmar Kalfirst, Harald Köppen und Karl-Heinz Hoffmann. Als Ausstellungsraritäten wurden Pflanzen wie die Bischofsmütze, der Affenschwanz, die Leuchterblume, Wüstenrose, Lebende Steine und auch Felsenkakteen präsentiert.

Mit zu den ersten Besuchern gehörten Sabine und Dieter Steiner aus Lübbenau: "420 Kakteen habe ich Zuhause. Von diesen schönen Blüten bin ich immer wieder beeindruckt. Heute habe ich 20 Kakteen hier in Spremberg für mich gefunden", sagt die Kakteenliebhaberin aus Lübbenau. Gern stand Ausstellungsleiter Volker Schädlich den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Seit mehreren Jahrzehnten ist der heute 59-jährige Spremberger ein Kakteenfreund und hat 3500 Pflanzen in seinen Gewächshäusern: "Sehr oft war ich schon in Südamerika, studierte dort die Pflanzen und nahm mir Samen mit."

Neben Fachpublikum kommen auch viele Stammgäste, die sich die stacheligen Schönheiten anschauen und den einen oder anderen Kaktus für das eigene Fensterbrett mitnehmen. Der Vereinsvorsitzende Erhard Lehmann weiß genau, welche Kakteen zu einer Ausstellung ausgewählt werden sollten: "Es muss etwas für das Auge sein. Das sind Kakteen und Sukkulenten mit Blüten, die schon etwas exotisch aussehen oder vielleicht etwas abnorm gewachsen sind", erklärt Lehmann. Kakteenausstellungen zwischen Berlin und Dresden seien im Vergleich zu früher selten geworden. Deshalb freut er sich, dass die Spremberger jedes Jahr wieder eine solche Schau auf die Beine stellen und Kakteenfreunde aus nah und fern kommen.

Zu den Neuaufnahmen bei der Spremberger Fachgruppe gehören Kathrin Heydemann-Mrosk (49) und Harald Köppen (56). Gern können sich auch junge Kakteenfreunde beim Kulturbund Spremberg melden.

Die Fachgruppe Kakteen und Sukkulenten zählt insgesamt 18 Mitglieder. Jeden dritten Dienstag im Monat kommen sie beim Kulturbund in der Karl-Marx-Straße in Spremberg zusammen.