Zehn Meter lang ist das Banner. Besenstiele stabilisieren es. Schulsozialarbeiterin Mandy Troebes rollt es mit Elio Dörry vorm Haidemühler Jugendclub auf. Die Kinder und Jugendlichen proben, wie sie am 5. September am Bahngleis in Weskow auf sich aufmerksam machen.
Brandenburgweit wollen Kinder und Jugendliche zeigen, dass sie „systemrelevant“ sind und wieder wahrgenommen werden wollen. Brandenburgs Jugendkompetenzzentrum für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen schob das Projekt an. Fördermittel kommen vom Jugendministerium, Kinderhilfswerk, Bundesprogramm „Demokratie leben“ und lokalen Unterstützern.

Sprembergs Jugend möchte wahrgenommen werden

In Videokonferenzen haben sie ihre Probleme und Ideen gesammelt. Kinder in Wusterhausen schlüpfen in Clownskostüme, damit mürrisch wirkende Erwachsene am Bahnhof mal lächeln. Die Haidemühlerin Vivien Ender übt mit ihrer Freundin Radschlagen und Handstand. „Sobald sich die zwei Züge zwischen 10 und 11 Uhr dem Feld am Gleis nähern, turnen wir los“, sagt Vivien (12). Bauer Karl-Heinz Ricken erlaubt ihnen die Aktion an seinem Feld.
„Die Vorbereitung hat Spaß gemacht. Kurz musste der Spruch auf dem Banner sein, damit ihn Reisende im Zug lesen können. Und gemalt haben wir“, sagt Niclas Fechner. Smilies und die drei Affen „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“.
Kinder- und Jugendbeteiligung Junge Cottbuser sollen mehr mitreden

Cottbus

Spremberger Jugendbeirat kommt mit Sprechblasen

Sprembergs Jugendbeirat steht mit Sprechblasen am Bahnhof. Hannah Schollmeier: „Wir wollen auf Probleme in der Coronakrise aufmerksam machen und knackig aufschreiben, was uns in Spremberg gefällt.“