Der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Süd in Brandenburg hat doppelt so viele Teilnehmer wie der Regionalwettbewerb Lausitz in Sachsen. Sonja Junghänel, die Leiterin der Musik- und Kunst „Johann Theodor Römhild“ Spree-Neiße ist froh darüber. „In Brandenburg ist ,Jugend musiziert’ etwas anders strukturiert – wie eine Pyramide, die unten besonders breit ist. Wir wollen dort nicht nur die Schüler starten lassen, die ihre Stücke perfekt beherrschen. Sondern möglichst viele Kinder und Jugendliche sollen dort Erfahrungen sammeln und sich ausprobieren können“, sagt Sonja Junghänel. Das bedeutet zwar mehr Arbeit in den Jurys. Aber auch dort lernen selbst die erfahrenen Lehrer immer viel Neues dazu, so die Schulleiterin. Vier Musikpädagogen aus Spremberg und Forst haben diesmal in Guben mit gewertet. Sie selbst saß in der Wertungsgruppe Gesang. „Im Vergleich zum Rock-Pop-Gesang geht der Unterricht im klassischen Gesang leider seit einigen Jahren zurück. Aber in Guben haben ich nun erlebt, dass da junge engagierte Schülerinnen und Schüler nachrücken. Da ist wieder Potential.“

Genug Punkte für 15 erste Preise

Jetzt in der Woche nach dem Regionalwettbewerb war Zeit, die Wettbewerbsteilnehmer aus den beiden Schulstandorten zu ehren. Mit 15 ersten Preisen und zwölf zweiten Preisen sind die Schüler der Musik- und Kunstschule Spree-Neiße mit ihren Lehrer nach Hause zurückgekehrt. Die beiden Spremberger Reno Mitrach (Drum-Set Pop) und Julius Ortmann (Klavier) sowie die junge Forsterin Maria Lena Kohlstock (Klavier) konnten sich zu ihren ersten Preisen die Fahrkarte zum Landeswettbewerb sichern. Er wird vom 19. bis 21. März in Cottbus stattfinden. Weitere Schüler hatten auch genug Punkte fürs Weiterkommen, sagt Sonja Junghänel, „aber sie sind noch zu jung für den Landeswettbewerb“. Ab der Altersgruppe II – geboren 2009 und 2008 – ist die Delegierung zum Landeswettbewerb möglich, ab Altersgruppe III – geboren 2007 und 2006 – die Delegierung zum Bundeswettbewerb.