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| 18:27 Uhr

Regionalwettbewerb Jugend musiziert
Erstmals mit Harfen-Ensemble

 In der Präsentation zum Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" 2019 freuen sich Sonja Junghänel, Harald Altekrüger, Michael Dittrich, Gabriel Zinke, Christine Dammann, Thomas Schmitt und Frank Kulik (von links nach rechts) bereits auf das bevorstehende Ereignis in Spremberg.
In der Präsentation zum Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" 2019 freuen sich Sonja Junghänel, Harald Altekrüger, Michael Dittrich, Gabriel Zinke, Christine Dammann, Thomas Schmitt und Frank Kulik (von links nach rechts) bereits auf das bevorstehende Ereignis in Spremberg. FOTO: LR / Marcel Laggai
Beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Spremberg treten knapp 300 Künstler an. Von Marcel Laggai

In einer knappen Woche liegt das Mekka zahlreicher Musikfreunde wieder im Herzen der Region. Denn bereits zum fünften Mal präsentiert sich Spremberg als Austragungsort des Regionalwettbewerbs der Region Süd von „Jugend musiziert“. Und in diesem Jahr kann der Vorentscheid für den Landes- und Bundeswettbewerb wahrlich mit einer Besonderheit auftrumpfen. „Unter den 298 Künstlern werden nämlich gleich zwei Harfen-Ensembles vor die Punktrichter treten und ihr Können unter Beweis stellen“, erklärt Michael Dittrich, Regionalsprecher von „Jugend musiziert“ der Region Süd, sichtlich erfreut. Schließlich sei es heutzutage nicht mehr so leicht, gleich mehrere junge Harfenspieler zu finden, die dann auch noch in einer Besetzung zusammen spielen, fügt Dittrich hinzu. Der Auftritt der zwei Ensembles kann allerdings nur aufgrund eines kleinen Kniffes zustande kommen, räumt Dittrich ein. „Tatsächlich kommt eine Formation aus einer benachbarten Region – aus Schwedt, um genau zu sein.“ Nur dank ihrer Anreise könne in dieser Kategorie überhaupt ein Wettkampf stattfinden, erläutert der Regionalsprecher.

Doch nicht der Wettstreit zwischen den zahlreichen Musikern steht im Fokus, sondern vielmehr das Interesse oder vielmehr die Passion für Musik. „Das Siegen ist eher sekundär zu betrachten. Wir wollen stattdessen, dass sich die Jungmusiker bei dem Wettbewerb austauschen und sich dadurch bestenfalls ihr Liebe zur Musik verfestigt“, sagt Gabriel Zinke, Vorsitzender des Landesausschusses „Jugend musiziert“ Brandenburg. Musik sei im Grunde für die Formung der Gesellschaft verantwortlich und ohne diese wäre eben jene Gesellschaft wenig lebenswert, heißt es von dem Musikliebhaber weiter.

Den gleichen Tenor greift auch die Leiterin der Musik- und Kunstschule „Johann Theodor Römhild“ des Landkreises Spree-Neiße, Sonja Junghänel, auf. Als Mitorganisatorin des Wettbewerbs und Kopf der Lehreinrichtung hat sie nahezu tagtäglich direkt mit vielen jungen Teilnehmern des Wettbewerbs zu tun. Von den Violine- oder Akkordeon-Spielern über die Klavier-Kammermusiker bis hin zu den Rock- und Pop-Bands – das blühende Interesse an der Musik sei bei allen merklich spürbar. Daraus resultierend lässt sich womöglich auch die hohe Zahl der Teilnehmer erklären. „Obwohl wir tatsächlich die kleinste Region sind, können wir im Vergleich zu anderen Kreisen die meisten Teilnehmer vorweisen“, sagt Junghänel. Doch ohne Fleiß kein Preis. Besonders die Wochen vor dem Wettbewerb seien enorm stressig.

Unabhängig von den jungen Talenten möchte eine solche Veranstaltung auch wohl organisiert sein. „Ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer könnte man so ein Ereignis nicht auf die Beine stellen“, sind sich sowohl Junghänel als auch Dittrich einig. Für einen reibungslosen Wettbewerb sind vom 17. bis zum 19. Januar zwischen 60 und 70 Personen verantwortlich. „Zum einen bestehend aus dem stets präsenten Organisationsteam bis hin zu den Leuten im Hintergrund, die dort für Ordnung sorgen,“ sagt Dittrich. Zu dem großen Team würden aber auch die 42 Juroren zählen, die den jungen Musikern etwa in der Aula des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums, im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft oder im Podiumssaal des Kulturschlosses möglichst viele Punkte geben, um ihnen somit einen Einzug in den Landeswettbewerb zu ermöglichen. Der Landeswettbewerb findet gegen Ende März in Eberswalde statt.

Die finanzielle Komponente darf bei solch einem Wettbewerb allerdings ebenfalls nicht ausgeblendet werden. Neben der Stadt konnten die Organisatoren abermals auf die Unterstützung der Sparkasse Spree-Neiße bauen, die das diesjährige musikalische Unterfangen mit 3500 Euro unterstützt. Dazu heißt es vom Direktor der Sparkasse Spree-Neiße in Spremberg, Thomas Schmitt: „Wir erachten die Förderung  der Jugend als enorm wichtig und daher stehen wir gerade bei solchen Projekten gern als Sponsor zur Seite.“ Nicht vergessen solle man allerdings die vielen Geschäfte der Stadt, die den Wettbewerb ebenso bereitwillig mit zahlreichen Sachspenden unterstützt hätten, so Musikschulleiterin Sonja Junghänel abschließend.