ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:06 Uhr

Landtagswahl 2019
Bürgermeister Jörg Rakete startet in den Wahlkampf

Auf der  Wahlkreisdelegiertenkonferenz der SPD am Freitag in Spremberg ist Jörg Rakete (links) einstimmig zum Kandidaten für die Landtagswahl im Jahr 2019 gewählt worden. Der Spremberger Ralf Hugler (rechts) kandidierte ebenso erfolgreich als Nachrücker für die Landesliste. Die Glückwünsche zur eindeutigen Wahl und Blumen gab es vom Spremberger SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrich Freese.
Auf der  Wahlkreisdelegiertenkonferenz der SPD am Freitag in Spremberg ist Jörg Rakete (links) einstimmig zum Kandidaten für die Landtagswahl im Jahr 2019 gewählt worden. Der Spremberger Ralf Hugler (rechts) kandidierte ebenso erfolgreich als Nachrücker für die Landesliste. Die Glückwünsche zur eindeutigen Wahl und Blumen gab es vom Spremberger SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrich Freese. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Ihn seiner Rede punktet er mit einer Erinnerung an Johannes Rau. Von Annett Igel-Allzeit

Die SPD schickt zum zweiten Mal den Döberner Bürgermeister Jörg Rakete für den Wahlkreis 42 in den Landtagswahlkampf. Im Jahr 2014 hatte er den Einzug in den Landtag um 117 Stimmen verpasst. Bis auf Spemberg konnte er damals alles gewinnen, erinnert sich Ulrich Freese, SPD-Unterbezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter. „Darauf können und müssen wir setzen“, sagt Ulrich Freese.

Von 34 Delegierten aus Spremberg, Welzow, Döbern-Land und aus Neuhausen/Spree waren am Freitag 28 zur Wahlkreiskonferenz in den Lauermann-Tagungsraum der Hotels „Stadt Spremberg“ gekommen, und sie  wählten Jörg Rakete ohne Fragen und einstimmig. Mit „Kirchturmpolitik“ will der Döberner Bürgermeister in Potsdam etwas für seinen Wahlkreis bewegen. Ob in der Wirtschaft, in der Sicherheit oder in der Bildung – die Menschen im Süden Brandenburgs haben, so Jörg Rakete, ein Anrecht auf die selben Lebensbedingungen.

Mit 24 Jahren wurde der inzwischen 44-Jährige einst Kreistagsabgeordneter. Von 2003 bis 2011 leitete er diese Fraktion als Vorsitzender. Zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Döbern wurde er 2008 gewählt. 2014 bestätigten ihn die Wähler in diesem Amt.

Er will nerven, drängeln, bis Projekte umgesetzt sind. Und er wolle tun, was er sagt. Womit er an den einstigen Bundespräsidenten Johannes Rau erinnert. „Sagen, was man tut, und tun, was man sagt“, das hatte Johannes Rau in seiner Berliner Rede 2004 gefordert, als er die Politik bereits in einer Vertrauenskrise sah und erklärte, wie die Politiker für die Bürger wieder glaubwürdig werden könnten.

Dass Spremberg mit Jörg Rakete besser fahren würde, versuchte Rakete mit einem Beispiel aus der Bildungspolitik zu erläutern. „Man kann nicht alles ans Schulamt abschieben. Wir haben in Döbern ein Schulzentrum gegründet, als SPD Konzepte entwickelt und uns dafür Mehrheiten organisiert“, schilderte er. Dass aber nun in der Spremberger Oberschule der Platz nicht reicht, so ein Problem hätte wie in Döbern viel früher erkannt werden können. Geld hätte dafür zurückgelegt und Pläne vorbereitet werden müssen, so Rakete. „In Döbern haben wir das schlauer angefangen. Deshalb nehmen uns die Leute dort jetzt ab, dass wir reale Politik machen“, sagt der Bürgermeister.

Einstimmig gewählt wurde am Freitag in der Wahlkreisdelegiertenkonferenz auch der Spremberger Ralf Hugler. Er hatte sich als Nachrücker für die Landesliste beworben. Der Spremberger kam 1990 aus Karlsruhe in die Lausitz, weil seine Eltern aus Turnow beziehungsweise Drachhausen stammen,  und arbeitet in Cottbus in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Dass er sich als Nachrücker aufstellen lässt,  damit hatte er Dirk Süßmilch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und gemeinsam mit Hans Rochor Wahlleiter am Freitag, überrascht.   „Das freut mich sehr“, so Dirk Süßmilch, „denn Ralf Hugler hat eine ruhige, sachliche Art, die wir auch brauchen.“