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Jetzt wird in Welzow-Süd nach Kohle gebaggert

Der Energie- und Bergbaukonzern Vattenfall erschliesst im Südbrandenburger Braunkohletagebau Welzow-Süd das neue Teilfeld .
Der Energie- und Bergbaukonzern Vattenfall erschliesst im Südbrandenburger Braunkohletagebau Welzow-Süd das neue Teilfeld . FOTO: Michael Urban (ddp)
Welzow. Neue Arbeit für die Kohlebagger: Am Dienstag haben die Baggerarbeiten im Tagebau-Feld Welzow-Süd (Spree-Neiße) offiziell begonnen. Dort lagern rund 314 Millionen Tonnen Braunkohle - die bis etwa 2025 reichen sollen. dpa/boc

Nach Angaben des Energieversorgers Vattenfall Europe wird jetzt die Erde über dem Kohleflöz abgetragen. Im Oktober 2010 soll ein Schaufelradbagger und im Mai 2012 die Abraumförderbrücke eingesetzt werden. Von 2012 an werde dort die erste Kohle gefördert, sagte Unternehmenssprecher Ralf Krüger.Die Braunkohle wird vor allem für die Stromerzeugung an die Kraftwerke Schwarze Pumpe und Jänschwalde geliefert. Ein Teil wird in der Brikettfabrik Schwarze Pumpe zu Brennstoffen verarbeitet. Die Kohlevorräte sind in diesem Feld etwa 2025 erschöpft. Dann soll die Förderung im Teilfeld II weitergehen. Dazu läuft seit Mitte 2008 ein Braunkohlenplanverfahren bei der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg, das etwa 2015 beendet ist.

Falls die Ausbaupläne von Vattenfall genehmigt werden, müssten nach heutigem Stand etwa 1200 Menschen in Welzow und den Ortsteilen Proschim und Karlsfeld umgesiedelt werden. Der Tagebau Welzow-Süd ging 1966 in Betrieb, bisher wurden dort etwa 230 Millionen Tonnen Kohle produziert. Vattenfall fördert aus den Lausitzer Tagebauen jährlich fast 60 Millionen Tonnen Rohbraunkohle, meist für die Stromerzeugung.