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| 16:52 Uhr

Jagd auf Einbrecher
Nächtlicher Polizeieinsatz in Spremberg

 Auf diesem Foto ist zu sehen, wie die Polizei in Spremberg in der Nacht zum 27. April 2019 Verdächtige in ein Polizeifahrzeug bringt, mit dem Festgenommene transportiert werden können.
Auf diesem Foto ist zu sehen, wie die Polizei in Spremberg in der Nacht zum 27. April 2019 Verdächtige in ein Polizeifahrzeug bringt, mit dem Festgenommene transportiert werden können. FOTO: LR
Spremberg. Bei einem Einsatz in der Nacht haben Polizisten mitten in Spremberg mehrere Männer festgenommen. Der Verdacht: Sie könnten an einem Einbruch beteiligt gewesen sein. Die Polizei beobachtet nach eigenen Angaben derzeit Aktivitäten von Banden. Von Oliver Haustein-Teßmer

Zwei Uhr früh in der Nacht zum Samstag, 27. April 2019. Plötzlich schallen Rufe durch die Berliner Straße in Spremberg. „Aussteigen und auf den Boden!“, diesen Befehl eines Polizisten hört ein Augenzeuge, der den Einsatz beobachtet hat.

Polizisten holen demnach vier Männer – die Polizei korrigiert diese Angabe am Montag, 29.4., nach oben auf sieben Männer – aus einem Auto am Straßenrand. Polizisten in Zivil und Uniformierte bringen die Verdächtigen zu Boden. Auf dem Rasen am Straßenrand werden die Festgehaltenen fixiert. Das geht alles schnell, wie der Augenzeuge berichtet: „Die Polizisten waren mit körperlichem Einsatz dabei.“

Die Polizei bestätigt den Einsatz. Die Verdächtigen hätten Gerät im Fahrzeug dabeigehabt, das sich zu Einbrüchen eigne, sagt Ines Filohn, Sprecherin der Polizeidirektion Cottbus. Die Insassen des Fahrzeugs seien zur Feststellung ihrer Identitäten mit auf die Wache genommen worden.

Einsatz in Spremberg: Polizei nimmt vier Rumänen fest

Dort stellt sich heraus: Die aus Rumänien stammenden Männer sind andernorts einschlägig bekannt, wie die Polizeisprecherin sagt. Allerdings können die Beamten den Verdächtigen keine konkrete Straftat nachweisen. Im Auto sei kein Diebesgut gefunden worden.

Wie die Polizei in Spremberg vier Verdächtige festnimmt FOTO: LR

Laut Polizei ziehen derzeit Einbrecherbanden durch die Region. Ein Teil der Einbrecher stammt demnach aus dem Ausland. Zuletzt hatte die LR im Oktober 2016 darüber berichtet, dass bei Einbrüchen in Brandenburg etwa 40 Prozent der ermittelten Verdächtigen aus dem Ausland stammten, vor allem aus Serbien und Rumänien.

Insgesamt ist die Zahl solcher Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße in den vergangen Jahren zurückgegangen. Für 2018 meldete das Polizeipräsidium in Potsdam landesweit sinkende Zahlen der Wohnungs- und Firmeneinbrüche.

Einsatz mit Blaulicht und mehreren Polizeifahrzeugen

Dennoch ist die Polizei in der Region auf der Hut, um Straftaten zu vermeiden. In Spremberg sind Beamten laut Augenzeuge mit mehreren Fahrzeugen, darunter ein ziviles Einsatzfahrzeug, unterwegs. Der Blaulicht-Einsatz im nächtlichen Regen dauert demnach rund eine Stunde.

Update, Montag, 29.4.2019: Da die Cottbuser Ermittler keinen konkreten Tatverdacht haben, liefern Polizeikollegen aus Mecklenburg-Vorpommern konkrete Erkenntnisse über die Verdächtigen. Dies reicht für Haftbefehle aus.

In der ursprünglichen Version dieses Artikels war davon die Rede, dass die Ermittler die verdächtigen Männer Stunden später hätten wieder laufen lassen müssen. Diese Information hat die Polizei inzwischen ergänzt.