| 02:35 Uhr

Jäger ärgert sich über Müllberge

Hannes Kops aus Spremberg mit seinen Jagdhunden Ondra und Urmel. Er ärgert sich immer wieder maßlos über die Müllberge, die in den Wäldern hinterlassen werden – wie hier unweit der Bundesstraße 156.
Hannes Kops aus Spremberg mit seinen Jagdhunden Ondra und Urmel. Er ärgert sich immer wieder maßlos über die Müllberge, die in den Wäldern hinterlassen werden – wie hier unweit der Bundesstraße 156. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg/Graustein. Als Jagdpächter im Grausteiner Jagdbezirk ist der 33-jährige Hannes Kops aus Spremberg, von Beruf Steinmetz, sehr oft mit seinen Jagdhunden Ondra und Urmel in den Wäldern unterwegs. Immer wieder trifft er bei seinen Streifzügen auf Müllberge. mat1

Vor reichlich einer Woche hat er wieder einen neuen großen Müllhaufen entdeckt - diesmal unweit der Bundesstraße 156 in Richtung Graustein.

Als Jäger fühlt er sich für die Hege und Pflege des Waldes mit verantwortlich. Deshalt sind im Auto von Hannes Kops auch immer gelbe Müllsäcke zu finden, um kleinere Sachen aufzuheben. Doch langsam reicht es ihm: "Es macht einfach keinen Spaß, wenn man diese großen Dreckhaufen in den Wäldern entdeckt. Wer macht so etwas? Oft findet man in den abgekippten Säcken Spuren oder Namen, die auf den Verursacher hinweisen. Dann gibt es eine Anzeige bei der Polizei", so Hannes Kops. Für diesen Umweltfrevel könne es Geldstrafen von bis zu 6500 Euro hageln, weiß der Jagdpächter.

Hannes Kops leitet übrigens auch den Dackelklub in Spremberg. "Wir als Klub hatten uns schon schöne Sachen ausgedacht, um im Wald Aktionen zu starten." Es wurden Arbeitseinsätze im Wald durchgeführt und Nistkästen gebaut, die leider wieder zerstört wurden. Geplant war auch ein Insektenhotel für eine Kita - "doch es hat keinen Sinn, es wird alles zerstört", ärgert sich Hannes Kops.