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| 17:32 Uhr

Felixsee
Sie bauen auf, malen und backen

Jugendliche aus sieben Ländern sind derzeit im Workcamp am Felixsee. Die Stiftung SPI will mit ihrem Objekt in Bohsdorf Partner der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste bleiben.
Jugendliche aus sieben Ländern sind derzeit im Workcamp am Felixsee. Die Stiftung SPI will mit ihrem Objekt in Bohsdorf Partner der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste bleiben. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg/Felixsee. Aus internationalem Workcamp am Felixsee kommt Hilfe für Spremberger Veranstaltungen.

Vertieft in Malereien sind die jungen Leute des Internationalen Workcamps am Felixsee kurz vorm Mittagessen. Maša Terzovic aus Serbien hebt ihr Bild hoch und prüft die räumliche Wirkung. Ja, sie male gerade einen Wald. Ihr Tupfstil macht die Bäume besonders lebendig. Die Bildformate, auf die sie Vögel, eine Jacke, das große Dach eines Hauses und Quallen malen, sind viereckig und alle gleich groß. Das sind die Bilder für die Buchstaben eines Lernspiel, was in diesem Jahr endlich vollendet werden soll, erklärt Jasmin Kampa.

Sie ist Gruppenkoordinatorin im Internationalen Workcamp, zum dritten Mal am Felixsee, und sie hat als „Kollegin“ Zwillingsschwester Nathalie Kampa mitgebracht. Neun junge Leute aus Serbien, Italien, Spanien, Belgien, Mexiko, Japan und Deutschland haben sich erfolgreich ums Workcamp beworben. Es findet zum 17. Mal in Kooperation des Spremberger Mehrgenerationenzentrum „Bergschlösschen“ der Stiftung SPI und den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten Berlin am Felixsee statt. Die jungen Menschen, oft sind sie noch Schüler, wollen Regionen kennenlernen, sich in gemeinnützigen Projekten beteiligen und dabei mit den Menschen ins Gespräch kommen.

Am 19. August waren sie am Felixsee angekommen – bis zum 2. September sind sie da. Große Veranstaltungen in Spremberg unterstützten sie diesmal. So halfen sie dem Verein Jugend und Soziales beim Auf- und Abbau am Familientag der Filmnächte. Zum Sommerfest der Kanuten war ihre Hilfe willkommen. „Eine besondere Erfahrung war das Sommerfest des Behindertenwerkes. So intensiv mit behinderten Menschen gearbeitet haben wir hier alle noch nie“, sagt Jasmin Kampa.

Der Spanier Mario Condesa (16) freut sich über Begegnungen mit Menschen – wie bei den Filmnächten. Maša Terzovic gefällt die Arbeit mit den Flüchtlingskindern in Spremberg: „Während die Erwachsenen an Kursen teilnehmen, betreuen wir die Kinder. Sie sind sehr dankbar.“ Einen Apfel-Bananen-Kuchen haben sie für die Kinder gebacken.

Weil es im Workcamp Tradition ist, dass Thomas Eisenträger aus Schwarze Pumpe mit ihnen am Speckstein arbeitet, sind eine Schildkröte und eine Schlange, ein Bleistifthalter, in dem ein Fisch schlummert, ein Zahnbürstenhalter in Form eines Laubblattes und Schmuck entstanden. „Schon, um mein Vokabular für Säge, Feile und Schleifpapier wieder aufzufrischen, komme ich gern“, sagt Thomas Eisenträger. Verständigt wird sich im Camp auf Englisch.

Jasmin Kampa hofft, dass es weitere Internationale Workcamps am Felixsee gibt. „Ich mag die Lage mitten in der Natur.“ Sie weiß um die Sorgen der Stiftung SPI damit, das Objekt zu halten. Zwar stand auf dem Programm keine Sanierungsvorbereitung, wie zuerst angedacht. „Aber die Bauvoranfrage ist positiv beschieden. Wir sind mitten in der Planung und auf der Suche nach Fördermitteln. Die Stadtverwaltung steht uns beratend zu Seite“, so SPI-Standortleiterin Birgit Kamenz. Sie hofft, 2019 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Die Vorbereitung dafür könnten es also ins 18. Workcamps fallen.