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| 02:37 Uhr

Innerstädtische Fabrik-Brache wird immer gefährlicher

Die Georgenbergstraße (im Hintergrund der Markt) war während der Löscharbeiten gesperrt.
Die Georgenbergstraße (im Hintergrund der Markt) war während der Löscharbeiten gesperrt. FOTO: dbo1
Spremberg. In der ersten Etage einer ehemaligen Fabrik in der Spremberger Georgenstraße hat am Sonntagnachmittag gegen 16.20 Uhr die freiwillige Feuerwehr einen kleineren Brand gelöscht. dbo1

Betroffen war nach Polizeiangaben von Montag Holzfußboden in einer Ausdehnung von etwa sechs Quadratmetern. Personen oder Sachwerte waren nicht in Gefahr. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache. Die Georgenbergstraße war für die Zeit des Einsatzes gesperrt.

Anwohner der Bergstraße hatten eine zunehmende Rauchentwicklung aus der ehemaligen Tuchfabrik J. P. Wissinger beobachtet. Nach Angaben von Anwohnern sind desöfteren Jugendliche in der Ruine. Absperrzäune würden ignoriert. Überhaupt lasse die Sicherung des Gebäudes zu wünschen übrig.

Beschwerden hat es auch wegen der Verschmutzungen des Rad- und Fußweges an der Spree bereits mehrfach gegeben. Das Gebäude und das dazugehörige Areal gehören allerdings nicht der Stadt Spremberg.

Das Gebäude ist älteren Sprembergern noch als Textilwerk II in Erinnerung. Im Jahr 1890 eröffnete der Tuchfabrikant J. P. Wissinger die Fabrik. Der Betrieb wurde von 1910 bis 1935 vom jüdischen Fabrikanten Ludwig Levy übernommen und nach dessen Flucht seit 1935 von Carl Müller geführt. Pläne, nach der Wende dort ein Alten- und Pflegeheim zu errichten, scheiterten bislang.