Sie misst nur wenige Meter, aber die Holzbrücke über den Grausteiner Dorfanger hat seine besten Zeiten längst hinter sich. Von der Witterung spürbar gezeichnet, sind manche Bohlen sogar abgeplatzt. Nur eine Frage der Zeit, bis das erste Brett unter der Last einer Person bricht. Davon konnte sich nun auch Sprembergs Stadtchefin im Rahmen der jüngsten Ortsteilbegehung machen.
Schon mehrfach habe Ortsvorsteher David Lamm über den mitgenommen Zustand der Brücke Bescheid gegeben, was Christine Herntier mit einem wissenden Nicken quittiert. Im Haushalt 20/21 sei das Objekt bereits fest gesetzt, versichert die Bürgermeisterin. „Lange macht sie nicht mehr mit und bevor sie abgesperrt wird, sollten wir unbedingt tätig werden“, so Lamm.

Beton-Profile sollen Überwegung möglich machen

Auch Gerd Schmiedel, Sprembergs Baufachbereichsleiter, weiß schon länger um die Situation vor Ort und möchte gleichwohl den baulichen Aufwand möglichst gering halten. So schlägt Schmiedel vor, anstelle der Brücke ein U- oder Kasten-Profil aus Beton zu setzen. Auch Lamm hatte zuvor schon einen ähnlichen Vorschlag und wollte die Verbindung der beiden Teich-Elemente mithilfe eines Beton-Rohres aufrecht erhalten.
„Diese Lösung kann zudem recht naturnah gestaltet werden“, wirft Doritha Drews, Leiterin des Sachgebiets Tiefbau, Grünwesen und Friedhofsverwaltung, ein. Obwohl der Anger links und rechts von Straßen umgeben ist, versichert der Ortsvorsteher, dass diese Überquerung vielfach genutzt wird. „Auch ich fahre hier regelmäßig mit dem Fahrrad drüber.“
Offenkundig konnte Lamm den Stab der Stadt von der Dringlichkeit der Maßnahme überzeugen, da die Stadtchefin ihm eine rasche Prüfung verspricht. Derweil möchte der Grausteiner das Thema Überwegung nochmals im Ortsbeirat besprechen, denn aus seiner Sicht braucht es nicht unbedingt eine neue Brücke in der jetzigen Form.