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| 15:58 Uhr

Spremberg
In Spremberg rollt der Verkehr

„Tut, Tut, im Kreisverkehr fährt man gut“  – mit Liedern haben die Mädchen und Jungen des Kinderspielgartens den Gästen der Eröffnung des Verkehrskreisels die Wartezeit auf Staatssekretärin Ines Jesse verkürzt.
„Tut, Tut, im Kreisverkehr fährt man gut“ – mit Liedern haben die Mädchen und Jungen des Kinderspielgartens den Gästen der Eröffnung des Verkehrskreisels die Wartezeit auf Staatssekretärin Ines Jesse verkürzt. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Staatssekretärin Ines Jesse weiß 1,3 Millionen Euro von der Stadt Spremberg zu schätzen.

Drei Jahre hat er gedauert und knapp vier Millionen Euro gekostet – der neue Verkehrskreisel an Sprembergs Busbahnhof mit sechs Armen und den Zufahrtsstraßen. Komplett nutzen können ihn die Verkehrsteilnehmer auf der B 156 durch Spremberg seit Wochen. Seit Mittwoch ist er nun offiziell eröffnet. Das Band fürs Durchschneiden ist schwarz, rot und golden – der Bundesstraße wegen. Frank Süsser, Referatsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der beim ersten Spatenstich am 26. Juni 2015 half, sieht es als gutes Omen, dass erneut die Sonne scheint: „Während wir in Cottbus für den zweiten Teil der Ortsumfahrung aufs Baurecht warten müssen – das Planfeststellungsverfahren läuft – sind wir in Spremberg einen ganzen Schritt weiter.“ Steffen Kleiner, verantwortlich für Planungen im Bereich Süd des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg, lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt. Bürgermeisterin Christine Herntier gibt das Lob an ihre Mitarbeiter weiter und sieht den Kreisverkehr auch als schnellere Verbindung zwischen dem Industriepark Schwarze Pumpe und dem Industriegebiet Ost, „das aus dem Dornröschenschlaf erwacht“.

Die Stieleichen, zwei von drei Altbäumen des gewichenen Parks am Friedrich-Engels-Platz, spenden den Schatten für die Eröffnungsreden. Immer wieder schaut Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse hinter sich zum Kreisel. Gerade sind mehrere Feuerwehren zwischen Bussen, Lkw und Pkw über den Kreisverkehr zum Brand nach Hornow geeilt. Der Verkehr fließt. Fußgänger und Radfahrer profitieren augenscheinlich von den durchgehenden Wegen.

Von den 3,9 Millionen Euro, so Ines Jesse, kommen 1,1 Millionen vom Bund. „Mit 1,3 Millionen Euro hat sich die Stadt beteiligt“, betont sie. Vom Land kam eine halbe Millionen, der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband nahm eine Million Euro in die Hand. Die rund 100 000 Euro, die Anlieger beisteuern, vergisst Ines Jesse nicht. Um Eingriffe in die Natur auszugleichen – ein Park musste weichen – seien 300 000 Euro investiert worden. Die Beteiligung der Bürger und der städtischen Gremien beeindruckt die Staatssekretärin. Dass im Konzept „Spree am Berg“ zur Bepflanzung nicht alle Beleuchtungsträume reiften, die Spree nicht durch Wasser, sondern blaue Blüten symbolisiert wird, hatte finanzielle Gründe. „Aber die Versiegelungsbilanz“, so Ines Jesse, „ist positiv. Der Flächenanteil Straße sinkt, der Anteil an Grün steigt um 1000 Quadratmeter.“ 72 Bäume, 6000 Rosen und  8000 Stauden wurden gepflanzt und 20 000 Blumenzwiebel gesteckt. Nur die Rasenabnahme steht noch aus, sagt Doritha Drews, Sachgebietsleiterin für Grünwesen und Tiefbau. So werde der Rasenschotterplatz hinter der Mauer auf der Kreisel-Innenfläche, den die Grünpfleger für Geräte brauchten, noch gestaltet. „Bei der großen Trockenheit ist das bisher nicht möglich“, so Doritha Drews. Zur Grünflächenabnahme im Juni beeindruckte die Experten allerdings, wie viele Wildbienen und Hummeln sich in den Rosen tummeln.

Jürgen Hübner vom MC Spremberg hat Bürgermeisterin Christine Herntier, Staatssekretärin Ines Jesse und Frank Süsser vom Bundesverkehrsministerium zur Kreisel-Inspektion im Oldtimer eingeladen.
Jürgen Hübner vom MC Spremberg hat Bürgermeisterin Christine Herntier, Staatssekretärin Ines Jesse und Frank Süsser vom Bundesverkehrsministerium zur Kreisel-Inspektion im Oldtimer eingeladen. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit