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Welzow
Im Welzower „Spatzennest“ ist eine Rakete gestartet

Die Kinder der Kita „Spatzennest“ in Welzow haben in dieser Woche eine große Kiste voller Aufgaben und Spiele geschenkt bekommen.
Die Kinder der Kita „Spatzennest“ in Welzow haben in dieser Woche eine große Kiste voller Aufgaben und Spiele geschenkt bekommen. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Welzow. Die Stiftung Lausitzer Braunkohle unterstützt 2018 zehn Kitas der Region mit 10 000 Euro in der frühkindlichen Bildung.

Anna ist nur eine Pappfigur. Aber die Kinder der Welzower Kita „Spatzennest“, haben sie schon beim Ausmalen ins Herz geschlossen. Sie hat lustige Zöpfe und, obwohl sie am liebsten mit Pinsel malt, die Hände voller Farben. Ihr Freund Pi, ein kleiner weißer Roboter, erinnert an R2-D2 aus dem Weltraummärchen „Star Wars“. Mandy Keil ist extra aus Berlin angereist, um in Welzow das „wiKilino“-Bildungsprogramm mit den Vier- und Fünfjährigen der mittleren Gruppe zu starten. Sie kann prima mit Kindern, zieht sich einen gesunden Rollhocker vor die Beamer-Tafel, zeigt ihr Tablet und erklärt den Knirpsen, dass sie sich immer erst melden sollen, wenn sie eine Antwort wissen.

Flugs – Pi und Anna reisen mit einer Rakete – können Ben und Stella auf dem Tablet puzzeln. Maria erzählt, dass sie gut tanzt, und Pia erklärt, wie gern sie Schmetterlinge bastelt. Sie erkennen Kreise, Vierecke, Dreiecke, Zahlen. Und lernen am Sechseck etwas über die Honigproduktion der Bienen. Sie erzählen Mandy Keil von ihrem Theaterbesuch. „Aladin und die Wunderlampe“ hätten sie sich angeschaut. „Was“, so fragt Mandy Keil, „war das für ein Theater, Waren da Puppen?“ Lina schüttelt den Kopf: „Nein, nicht Puppen. Das war Aladin.“

Thomas Penk und Jörg Waniek vom Vorstand der Stiftung Lausitzer Braunkohle staunen und schmunzeln. Auch Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) fällt es nicht leicht, nach der Übergabe der großen Spiele- und Aufgabenkiste ins Rathaus zurückzukehren. Die Kinder – wenn alle gesund sind, sind sie zwölf – um Erzieherin Viola Zuchold sind hellwach und um Antworten nicht verlegen. Wie die stellvertretende Kita-Leiterin Claudia Bergholz schildert, sollen das Programm die Kinder durch das Jahr begleiten. Dass nicht die Vorschulgruppe ausgewählt wurde, hatte rein organisatorische Gründe: „Unsere Vorschulkinder stecken schon in einem Ernährungsprojekt“, so Claudia Bergholz. Aber die Spiele können gruppenübergreifend und auch übers Jahr hinaus eingesetzt werden, versichert sie. Dass Lenny, Charlotte, Amelie, Lucy, Lea und die anderen nicht zu jung sind fürs Bildungsprogramm „wiKiIlino“, hat die wache Runde am Montag bewiesen. Nur dass die Kinder ihre Antworten schon fröhlich rufen, kaum dass sie den Finger in der Luft haben, musste Mandy Keil hinnehmen. Für den Rest des Jahres übernimmt Viola Zuchold.