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| 02:33 Uhr

Huskys rasen durch die Spremberger Ratsheide

Carmen Feickert aus Spremberg und ihr Mann Erhard besitzen selbst sechs Huskys namens Nougat, Nabou, Dinar, Dollar, Bugs und Canuma. Diese Hunde sind zwischen 7 und 14 Jahre alt.
Carmen Feickert aus Spremberg und ihr Mann Erhard besitzen selbst sechs Huskys namens Nougat, Nabou, Dinar, Dollar, Bugs und Canuma. Diese Hunde sind zwischen 7 und 14 Jahre alt. FOTO: Martina Arlt /mat
Spremberg. Hundegebell und schnelle Wagen bestimmen für zwei Tage das Geschehen auf dem Gelände des ehemaligen Panzerübungsplatzes. Für dieses besondere Ereignis sorgen seit Jahren Carmen und Erhard Feickert. Martina Arlt

Die beiden Spremberger entdeckten ihre Leidenschaft für die Huskys im Jahr 1996 und kennen die Tiere ganz genau: "Sie sind keine Wachhunde, sondern Rudeltiere", sagt Carmen Feickert. "Sie sind lieb und verspielt, doch ein Husky ist ein Sportler." Pünktlich zum 21. Rennen spielte das Wetter auch mit. So kam ein Hauch von Alaska-Feeling auf.

Insgesamt gingen am Wochenende 80 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet an den Start. Gewertet wurde in 13 Kategorien. Der Trail durch die Ratsheide hatte eine Länge von 5,2 Kilometern. Kinder absolvierten mit den Huskys 700 Meter. Zu den Startern aus der Spree-Neiße-Region gehörten neben Erhard Feickert Andreas Pech aus Guben sowie Uwe Baldermann aus Krieschow.

Huskys lieben es kalt

Die Temperaturen gingen nach unten. Da fühlen sich die Vierbeiner richtig wohl. Stehen sie an der Startlinie, dann sind sie aufgeregt, haben einen unbändigen Laufdrang, sie wollen einfach los.

Doch bevor das zweitägige Rennen begann, begrüßte Hauptorganisator Erhard Feickert die große Musherfamilie. Die Strecke war gut ausgeschildert. Gelbe Schilder warnten vor Baumwurzeln. Familie Inderwisch aus dem Norden wurde mit Kupferbier aus Spremberg begrüßt, denn sie hatte einen langen Anfahrtsweg mit 650 Kilometern auf sich genommen. Sie waren das erste Mal in Spremberg dabei. Frank Kulik von der Stadtverwaltung hob die gute Vereinsarbeit des "Lausitzer Sportvereins reinrassiger Schlittenhunde" hervor.

Erhard Feickert eröffnete das sportliche Rennen mit seinen Huskys namens Nougat, Nabou, Dinar, Dollar, Bugs und Canuma. Es folgten die großen Gespanne mit bis zu zwölf Hunden. Zu den ersten Besuchern am Samstagmorgen gehörte die 78-jährige Inge Enke aus Spremberg: "Früher hatte ich Schäferhunde. In diesem Jahr bekam ich im März einen Husky namens Abi von den Kindern geschenkt. Ich verliebte mich gleich in diese blauen Augen, doch ein Husky möchte Bewegung. Täglich bin ich jetzt 15 Kilometer mit Hund und Fahrrad unterwegs. Diese Hunde sind sehr neugierig und lebhaft."

Abends wird es gemütlich

Feickerts wissen: Ist das Rennen abgeschlossen, wünschen sich die Gäste Gemütlichkeit. So machte es sich die große Musherfamilie im Zelt bequem. Carmen Feickert gehört der Line-Dance-Gruppe "Die mit den Wölfen tanzen" an. Die Besucher nutzten die Möglichkeit, diese Tanzart im Rahmen eines einstündigen Linedance-Crash-Kurses zu erlernen.

Carmen und Erhard Feickert nehmen in einer Saison an 18 Rennen teil, davon organisieren sie selbst vier. Ab Oktober sind sie jedes Wochenende unterwegs, nach Klink an der Müritz, Seiffen im Erzgebirge oder zum Abschluss-Camp im April im Vogtland. Der "Lausitzer Sportverein reinrassiger Schlittenhunde" zählt 14 Mitglieder.