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| 01:30 Uhr

„Hürden überwinden“ in Spremberg

Spremberg. Auf dem Georgenberg kann eine separate Denkmalanlage mit vier Zugangswegen nach dem Entwurf „Hürden überwinden“ errichtet werden. Dafür haben sich am Mittwoch die Stadtverordneten mit knapper Mehrheit entschieden. kg

Im Namen der Fraktion SPD-FDP-Pro Georgenberg/Slamen hatte Klaus-Dieter Peters zuvor erklärt, dass die Ausweitung der bisherigen Denkmalanlage abgelehnt werde. Peters sagte: „Eine Erweiterung und Sanierung der bisherigen Denkmalanlage hätte vollkommen ausgereicht. Die entstehenden Kosten in Höhe von 142 000 Euro könnten sehr gut – vor allem im sozialen Bereich – angelegt werden.“ Er forderte seine Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung auf, die Vorlage zu stoppen. Peters: „Eine Ausweitung ist äußerst problematisch, wie die Ereignisse der letzten Tage – nämlich das Abbrennen der Kränze an der bisherigen Gedenkstätte – zeigt.“ Peters forderte eine namentliche Abstimmung. Die ergab eine knappe Mehrheit für den vorgelegten Durchführungsbeschluss. Bereits im April 2008 ist die Errichtung der Denkmalanlage von den Stadtverordneten beschlossen worden (die RUNDSCHAU berichtete). Nach dem Konzept der Aring-Bauplanung soll der Besucher über vier Wege auf die Gedenkstätte geleitet werden. Dabei müsse er unterschiedliche Längen und Steigungen über Rampen und Treppen zur Plattform überwinden. Damit wollen die Planer die Vielfältigkeit der Gewaltenentwicklung erlebbar machen. Die Zugangswege sollen dem Gedenken verschiedener Opfergruppen gewidmet sein. Zwei ineinandergreifende Portale aus Basalt, umfasst von einem Band mit der Aufschrift „Die Stadt Spremberg gedenkt aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“, solle symbolisch für die Versöhnung stehen. Auch mit der Sanierung der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus (OdF) auf dem Geor-genberg kann begonnen werden. Das haben die Stadtverordneten beschlossen. Dafür stehen nach Angaben der Verwaltung 131 000 Euro aus dem Haushalt der Stadt bereit. kg