ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:55 Uhr

Hüft-OP mit neuen Standards

Chefarzt Dipl.-Med. Uwe Zillich
Chefarzt Dipl.-Med. Uwe Zillich FOTO: privat
Spremberg. Seit einem Jahr arbeitet im Krankenhaus Spremberg das neu strukturierte Endoprothetik-Zen trum unter der Leitung von Chefarzt Dipl.-Med. Uwe Zillich. 135 Hüftoperationen wurden hier von Januar bis Ende Oktober 2014 durchgeführt. Im Januar steht die Qualitätszertifizierung des Zentrums ins Haus. Doch zuvor lädt das Spremberger Krankenhaus am kommenden Sonnabend noch zu einem öffentlichen Patientenforum zur Thematik ein. Catrin Würz

Seit über 20 Jahren sind Hüftgelenksoperationen ein spezieller Leistungsbereich des Spremberger Krankenhauses - 1993 begründet und initiiert vom damaligen Oberarzt Hans-Rudi Metag. Um auch künftig Hüftoperationen in der unfallchirurgischen Abteilung des Spremberger Krankenhauses auf hohem Niveau und mit modernsten Abläufen anbieten zu können, wurde dieser Leistungskomplex vor einem Jahr im Endoprothetik-Zentrum Spremberg weiterentwickelt. "Seit dieser Zeit haben wir einige neue Abläufe, nutzen neue Standards bei der Patientenaufklärung und bei der Vorbereitung der Operation", sagt Chefarzt Dipl.-Med. Uwe Zillich. Von den Neuerungen rund um die Behandlungsabläufe und die medizinischen Maßnahmen vom ersten Arzt-Patienten-Kontakt bis zur medizinischen Nachsorge nach der OP wird Uwe Zillich am kommenden Sonnabend, 13. Dezember, während eines öffentlichen Patientenforums im Spremberger Krankenhaus berichten. "Es liegt uns sehr viel daran, dass die endoprothetischen Leistungen in unserem Haus für die Patienten transparent und verständlich sind", sagt der Mediziner.

Auch dieser Punkt ist letztlich einer von zahlreichen Qualitätsstandards, die das Endoprothetik-Zentrum des Spremberger Krankenhauses dauerhaft erfüllen möchte. Im Januar 2015 steht - ein Jahr nach Gründung des Zentrums - die erste Zertifizierung ins Haus. Dann werden drei hochrangige und erfahrene Professoren die Abläufe und Standards der Hüftendoprothetik in Spremberg sehr genau unter die Lupe nehmen. "Wir erhoffen uns natürlich ein gutes Urteil. Denn das würde ein klares Signal an die Landesregierung, Krankenkassen und niedergelassenen Orthopäden über die Qualität unserer medizinischen Arbeit setzen", so Uwe Zillich.

Die Zertifizierung des Endoprothetik-Zentrums wäre auch im Hinblick auf den im Jahr 2017 neu zu erwartenden Landeskrankenhausplan für Brandenburg ein wichtiger Meilenstein. Denn das Spremberger Krankenhaus kämpft derzeit um den Fortbestand der Endoprothetik in seinem Leistungskatalog.

Im Jahr 2009 hatten die Krankenkassen dem Spremberger Haus bereits die Knieoperationen, die bis dahin noch hier gemacht werden konnten, aus dem Leistungsverzeichnis gestrichen. Trotz Protesten war dies nicht mehr rückgängig zu machen. Das war damals ein schmerzhafter Einschnitt für das Krankenhaus.

Die angestrebte Zertifizierung des Endoprothetik-Zentrums in Spremberg wird daher konzentriert vorangetrieben. Patienten können sich am kommenden Sonnabend während des Forums in der Krankenhaus-Cafeteria umfassend darüber informieren und bekommen ihre Fragen beantwortet.

Zum Thema:
Patientenforum/Tag der offenen Tür zu ein Jahr Endoprothetik-Zentrum: Sonnabend, 13. Dezember, 10 Uhr, Cafeteria des Krankenhauses Spremberg Telefonische Anmeldung ist unter 03563/52 496 im Sekretariat der Geschäftsführung möglich.