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| 13:58 Uhr

Auftritt in der Dorfkirche
Hubertusmesse rückt näher

Die Jagdhornbläsergruppe „Am Hornower Wald“ lädt für den 4. November zur 5. Hubertusmesse in die Hornower Kirche ein.
Die Jagdhornbläsergruppe „Am Hornower Wald“ lädt für den 4. November zur 5. Hubertusmesse in die Hornower Kirche ein. FOTO: Arlt Martina
Hornow. Jeden Mittwoch ist Probe: Die Hornower Jagdhornbläser bereiten sich auf ihren Auftritt vor.

 Rückt die Herbstzeit näher, dann wird in zahlreichen Dörfern und Ortschaften zur Hubertusmesse geladen. Diese Idee hatten auch die Freunde von der Jagdhornbläsergruppe „Am Hornower Wald“ im Jahr 2010, als sie erstmals diese Tradition in ihrer Dorfkirche zelebrierten. So werden die Mitglieder Goedele Matthyssen und Peter Bienstman, Anke Schlosser, Peter und Bärbel Noack, Daniela und Lars Mallek, Marina Bonkaß und Roland Bartko, am 4. November 2018 ab 16 Uhr nun die fünfte Auflage dieser Veranstaltungsreihe gestalten.

Doch manchmal glauben es die Jagdhornbläser vom Schokoladenland selber kaum, wie sie sich in den letzten zehn Jahren musikalisch weiter entwickelten. Denn genau am 1. Oktober 2018 hatten sie Jubiläum. In diesem Jahr konnten sie bereits im Schloßpark von Ahlsdorf einen Europameistertitel für sich einheimsen. So erinnert man sich noch ganz genau, wie die ganze Geschichte damals begann. „Mein Mann Peter und der Mann von Anke Schlosser gehen beide zur Jagd. Damals wollten wir für meinen Mann zum Geburtstag nur ein Ständchen spielen. Dann sickerte unsere Idee irgendwie durch. Plötzlich waren wir 13 Leute, Jägerfrauen und Jäger. Dann musste ein musikalischer Fachmann her, das war Roland Bartko. Denn viele Musikfreunde haben bei null begonnen und kannten auch keine Noten. Alles begann in unserer Sommerküche“, so Goedele Matthyssen. Dann waren einmal tschechische Jägerfreunde zu Gast und so studierten sie im Vorfeld das Signal „Zum Essen“ ein. Mittlerweile absolvierten sie Auftritte bei Jagden, beim Spremberger Heimatfest oder zum Heidefest im Findlingspark Nochten. Heute stehen sie zehn bis zwölfmal im Jahr auf der Bühne.

In wenigen Tagen sind nun die Hornower Jagdhornbläser zur Hubertusmesse in der Kirche Hornow zu hören, begleitet von Pfarrer Christoph Otto. Dieser Jägergottesdienst wird zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich immer um den dritten November, dem Hubertustag, durchgeführt. Der Ursprung der Hubertusmesse ist in Frankreich und Belgien zu suchen und stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Diese Messe wird mit Parforcehörnern zelebriert. In Hornow werden die Jagdhornbläser in ihrer schönen einheitlichen Kleidung beispielsweise die Hubertusfanfare, Ehrenfanfare, Hundefanfare sowie ein Stück nach froher Jagd spielen. Außerdem werden klassische Töne von französischen Komponisten und ein kleines Menuett von Mozart erklingen.

Roland Bartko hat den musikalischen Part der Jagdhornbläser aus Hornow inne.  
Roland Bartko hat den musikalischen Part der Jagdhornbläser aus Hornow inne.   FOTO: Arlt Martina

Doch was wären die Hornower Jagdhornbläser ohne Roland Bartko. Er bringt das musikalische Fachwissen mit. Denn er erlernte bereits mit elf Jahren im Jahr 1963 in der Musikschule Spremberg das Instrument Trompete. Saxophon war sein Wunschinstrument, gab es jedoch damals keinen Lehrer dafür. Für vier Jahre studierte er in Dresden Musikpädagogik an der Hochschule Carl Maria von Weber. „Dort wurde mir geraten, aufgrund der Lippenstruktur ein größeres Instrument auszuwählen, besser wäre Posaune, das tat ich dann auch“, so Roland Bartko. Er beherrschte dann Trompete, Tenorhorn, Posaune und durch Selbststudium auch Blockflöte. Später unterrichtete er nach Bedarf auch Tuba. In Schwarze Pumpe betreute er zum ersten Mal 1982/83 eine Jagdhornbläsergruppe. So war schon damals für Roland Bartko das tägliche Proben im stillen Kämmerlein sehr wichtig. In der Spremberger Musikszene ist er nicht mehr wegzudenken. 1968 spielte er in einer Schulband in Hoyerswerda und seit 1968 machte er Tanzmusik. Heute ist der 64-jährige Musikschullehrer noch in der „Spremberger Bläsergilde“ sowie in der Jagdhornbbläsergruppe „Am Hornower Wald“ aktiv. Besonders in der kalten Jahreszeit ist er mit „seinen Jungs“ auf Zampertouren unterwegs. Bei Minusgraden kommt es schon vor, dass dann einmal das Instrument einfriert. So lange die Gesundheit mitspielt, möchte Roland Bartko auf jeden Fall noch Musik machen.

(mat)