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| 16:06 Uhr

Festakt im Bergschlösschen
Hubert Lamm zieht sich von Seniorenbeirat zurück

Hubert Lamm begrüßte Bürgermeisterin Christine Herntier im Bergschlösschen.
Hubert Lamm begrüßte Bürgermeisterin Christine Herntier im Bergschlösschen. FOTO: LR / René Wappler
Spremberg. Der Vorsitzende des Gremiums in Spremberg setzt für nächstes Jahr auf neuen Vorstand.

Vom Vorsitz des Spremberger Seniorenbeirats wird sich der 73-jährige Hubert Lamm im nächsten Jahr zurückziehen. Das hat er am Donnerstag beim Festprogramm der Stadt Spremberg im Bergschlösschen angekündigt. „Im Jahr 2019 finden Neuwahlen statt“, sagte er. „Die Verbände sind wieder aufgerufen, Leute für den Seniorenbeirat zu delegieren, und ich hoffe, dass sich ein neuer Vorstand für Spremberg findet.“ Dann könnten sich „etwas jüngere Senioren auch mal den Hut aufsetzen“.

Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) besuchte das Fest im Rahmen der Seniorenwoche ebenfalls. „Auf alle Fälle leben wir in einer Zeit, in der man mit Beginn des Rentenalters noch lange nicht zum alten Eisen gehört“, erklärte sie. „Und das ist doch gut: Wenn man sich aus dem Arbeitsleben verabschiedet, wird man nicht mehr automatisch ausgegrenzt.“ Erst kurz vor dem Fest im Bergschlösschen habe sie selbst wieder die Briefe zum 75. Geburtstag für Spremberger Senioren unterschrieben, wobei ihr aufgefallen sei: „Mensch, in 14 Jahren schreiben die mir ja auch so einen Brief.“ Grundsätzlich gelte für die Besucher der Seniorenwoche: „Sie sind unverzichtbar, für die Allgemeinheit, für Verwandte, für Nachbarn.“

Auch die Stadt Spremberg kümmert sich nach den Worten der Bürgermeisterin um die Belange der Senioren. „Viele Einwohner wünschen sich mehr Angebote für seniorengerechtes Wohnen in der Innenstadt“, sagte Christine Herntier. Sie verwies auf den Hauptausschuss vom Montag: Das Gremium hatte sich bei seiner Konferenz im Bürgerhaus für eine Studie zur strategischen Entwicklung des Stadtzentrums ausgesprochen. „Das Wohnen wird dabei eine wichtige Rolle spielen“, betonte die Bürgermeisterin. So arbeiteten auch die Mitarbeiter des Rathauses daran, dass die Gastronomie eine einladende Atmosphäre bietet. Sie selbst freue sich darauf, dass der Ratskeller bald wieder öffnen werde.

Darüber hinaus bezeichnete die Bürgermeisterin den Einsatz für die medizinische Versorgung als „harten Kampf“. Als einen Erfolg wertete sie die Tatsache, dass es gelungen ist, einen Hautarzt nach Spremberg zu holen.