Die Platten könnten demontiert und per Schiff über die Ostsee transportiert werden, hatte Bauminister Manfred Stolpe in einem Zeitungsinterview geäußert.
Platten für Russland - wäre das nicht auch eine Patentlösung für die Hoyerswerdaer Wohnungsunternehmen„ „Ausschließen kann man das zwar nicht. Aber bis jetzt ist das bei uns noch kein Thema“ , sagt Petra Scholz, Sprecherin der Wohnungsgesellschaft in Hoyerswerda. Ein Interessent für ostdeutsche Baumaterialien habe sich bei dem Hoyerswerdaer Wohnungsunternehmen noch nicht gemeldet, zudem scheinen viele Faktoren dieser Sache noch ungeklärt. Denn um die Platten wirklich wiederverwenden zu können, müssten diese aufwändig demontiert, statt wie üblich abgerissen werden. „Demontage ist aber weitaus teurer als Abriss“ , weiß Petra Scholz und spricht dabei aus eigener Erfahrung. Denn beim Rückbau von drei Geschossen am Lipezker Platz und beim Rückbau des Elfgeschossers an der Bautzener Straße 32 hat die Wohnungsgesellschaft einst das Verfahren der Demontage erprobt. Mit einigen Platten wurde sogar ein Doppelhaus in Bröthen neu errichtet. Teuer wäre sicher auch der Transport der Betonplatten bis zum Hafen.
Auch bei der LebensRäume-Genossenschaft hat man bisher nicht ernsthaft über Platten-Export nach Russland nachgedacht. „Technisch ginge das schon - aber wer wird das bezahlen können““ , fragt sich LebensRäume-Sprecherin Gudrun Ladusch.
Die Genossenschaft hat über verschiedene Spendenorganisationen übrigens schon vor Jahren Kontakte nach Russland geknüpft.
„Fenster, Türen und andere Baustoffe, die wir aus den Abrisshäusern bergen, spenden wir über diese Organisationen nach Osteuropa“ , erklärt sie. Doch ganze Häuser - das stand bis jetzt noch nicht zur Debatte. (cw)