ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:15 Uhr

Gebührenerhöhung
Abwassergebühren steigen im neuen Jahr in Welzow

Welzow. Eigenbetrieb lässt neu kalkulieren: Auch Regenentwässerung wird ab Januar teurer. Von Annett Igel-Allzeit

(ani) Welzows Eigenbetrieb Abwasserentsorgung muss die Gebühren fürs Schmutzwasser und Regenwasser erhöhen. Beim Regenwasser steigt die Gebühr von einem Euro auf 1,14 Euro je Quadratmeter der Abflussfläche, beim Schmutzwasser erhöhen sich die Kosten für die Bürger pro Kubikmeter von 3,76 auf 4,04 Euro. Die Grundgebühr bleibt laut Werkleiter Thomas Werner bei monatlich 5,11 Euro.

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurden die Änderungen in den Gebührensatzungen dazu mehrheitlich beschlossen. Die Gebührenentwicklung sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass 2013 bis 2018 deutliche Kostenüberdeckungen aus Vorjahren gebührenmindernd zu berücksichtigen waren, erklärt Thomas Werner. „In der neuen Periode 2019/2020 stehen solche Überdeckungen aus dem Vorjahren nicht mehr zur Verfügung“, so der Werkleiter. Zugleich waren beim neuen Kalkulieren 39 997 Euro zu berücksichtigen, die 2015/2016 über den geplanten Kosten angefallen waren. Die Behandlung des Schmutzwassers in der Kläranlage Großrä­schen war vor drei Jahren gestiegen und die Sanierung der Abwasserdruckleitung Welzow-Allmosen so nicht in der Vorauskalkulation enthalten gewesen. „Darüber hinaus seien einmalige Kosten für die Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzeptes angefallen. Auch künftig rechne er mit höheren Kosten – ob für die Abwasserbehandlung in Großräschen oder die technische Betriebsführungen durch den Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband. Das hänge mit der allgemeinen Preisentwicklung zusammen, sagt Werner.

Mit einem Jahresgewinn von 185 330 Euro endete das Wirtschaftsjahr 2017. Er geht in die Rück­lagen. Der Gewinn für 2018 ist noch zu berechnen. Laut neustem Wirtschaftsplan hofft der Eigenbetrieb 2019 auf 175 000 Euro Gewinn. Investiert wird weiter ins Abwasserkanalnetz: Nach der Rosa-Luxemburg-Straße sollen die Weststraße und die Thälmannstraße an die Reihe kommen. Zudem seien die Pumpen und Armaturen im Schmutzwasserpumpwerk Süd zu erneuern.