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| 16:41 Uhr

Veranstaltung
Hoch zu Ross in Reuthen

Nach den einzelnen Prüfungen gab es immer wieder Siegerehrungen auf dem Reitplatz: Bei der Springpferdeprüfung belegte Robert Krieg den ersten und zweiten Platz,  Dritter wurde Ronald Mittasch.
Nach den einzelnen Prüfungen gab es immer wieder Siegerehrungen auf dem Reitplatz: Bei der Springpferdeprüfung belegte Robert Krieg den ersten und zweiten Platz,  Dritter wurde Ronald Mittasch. FOTO: Arlt Martina
Reuthen. Traditionsturnier lief nach Plan. Sturmschäden konnten rechtzeitig repariert werden. Von Martina Arlt

Nachdem heftige Wetterkapriolen das 38. Reitturnier in Reuthen in den letzten Wochen immer wieder in Frage stellten, konnten die Vereinsmitglieder jetzt aufatmen. Alles verlief nach Plan. Insgesamt 85 Reiter mit 120 Pferden gingen am Wochenende an den Start. 17 Prüfungen waren zu absolvieren.

Große Sturmschäden waren auf dem Vereinsgelände in Reuthen entstanden. Der Wind hatte teilweise sogar Dächer von Gebäuden beschädigt und eine Sitzecke zerstört. Am Ende wurde aber alles gut, das Gemeinschaftswerk gelang.

„Unser Hilferuf vor Wochen in der Zeitung wurde erhört“, sagte Gerd Mergel vom Reuthener Reitverein. Finanziell beteiligten sich unter anderem die Sparkasse und das Cottbuser Autohaus Mercedes. Auch Jens Balkow von der Drieschnitzer Baumpflegefirma lag es am Herzen, dem Verein zu helfen. Er hat noch bis zur letzten Minute auf dem Gelände Baumwurzeln gefräst. So konnte das Turnier von einem großen Helferteam vorbereitet werden.

Doch gleich gab es das nächste Wetterphänomen: die Hitzewelle. Pausenlos fuhren Mitarbeiter der LTS Groß Luja mit dem Wasserwagen über den Reitplatz. So tankten sie am ehemaligen Agrarflugplatz in Reuthen 200 Kubikmeter Wasser und befeuchteten den Boden, damit er nicht zu hart wird und sich die Staubentwicklung in Grenzen hält.

Das verbesserte die Bedingungen für Ross und Reiter beim Turnier. Und wer glaubt, dass diese Temperaturen  für die Pferde unzumutbar sind, hat sich getäuscht. „Pferde sind Steppentiere, kommen mit Hitze gut klar. Sie haben ein hervorragendes Temperaturregelungssystem und können Temperaturunterschiede von sogar 15 Grad innerhalb von ein bis zwei Stunden gut ausgleichen“, sagt Gerd Mergel, Vorsitzender des Reuthener Vereins. Pferde bringen seinen Worten nach auch bei Hitze Leistung, vorausgesetzt, man trainiert mit ihnen auch mal bei hohen sommerlichen Temperaturen. „In unserem Park haben wir zudem viele Schattenplätze, an denen sich die Tiere und Reiter aufhalten können“, sagt er.

Für den Gastgeberverein Reuthen gingen Justus Horenburg, Isabel Nitschke, Estell Thiele und Melanie Pommer an den Start. Als Parcourbauer war Walter Marquardt aus Schönau tätig.

Zu den Kampfrichtern gehörten Claus Förster aus Berlin, Angelika und Eberhard Mertens aus Jüterbog, Achim Genennichen aus Steinsdorf sowie Ilona Straßburger und Manfred Dutschk aus Calau.

Zum öffentlichen Reiterball am Samstagabend waren auch diesmal nicht nur die Reiter, sondern auch Einwohner und Gäste bei freiem Eintritt eingeladen.

Als Höhepunkt des Turniers gilt jedes Jahr die offizielle Eröffnung am Sonntagmittag. In diesem Jahr waren Gerd Mergel und Rüdiger Budek die Hauptakteure. Als Schirmherr fungierte auch in diesem Jahr Sebastian Freiherr von Rotenhan, der im Reuthener Park im Gutshaus seinen „Landsitz“ hat und immer unterstützend diesem Traditionstuurnier gegenübersteht.

„Spendengelder von mehr als 100 Firmen und Einrichtungen aus dem Landkreis Spree-Neiße machten es möglich, dass neue Hindernisse für das Turnier und auch die Ehrenpreise gekauft werden konnten“, sagt Mergel. Geholfen werde nicht nur mit Geld, sondern beispielsweise auch mit Technik oder anderer Unterstützung. Die Backfrauen aus Reuthen hatten beispielsweise leckeren Kuchen gebacken, auch Liane Dörry unterstützte die Kuchenaktion.

Besonders am Sonntag hatten die Kinder großen Spaß beim Ponyreiten, durchgeführt von Christin Noack-Kneffel. Eine Strohburg lud zum Toben ein.

Das Jugendamt des Landkreises unterstützt die Prüfungen für die jungen Starter beim Reuthener Turnier. Bürgermeister Peter Rabe und Henry Kubaschk vom Dorfentwicklungsverband sorgten mit ihren Mitarbeitern für ein gepflegtes Parkgelände. Spendabel zeigten sich auch die Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Schulze (CDU) und Ulrich Freese (SPD) bei den Jugendprüfungen.