Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie. Darunter sind auch viele Kinder und Jugendliche. Für viele von ihnen ist - wie für Eileen - die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Das bewog den Förderverein Krankenhaus Spremberg, zu einem Typisierungtag einzuladen.
Im Foyer des Krankenhauses (neues Bettenhaus) werden am Samstag von 10 bis 14 Uhr fünf Teams parat stehen, um bei Frauen und Männern, die sich typisieren lassen möchten, eine Blutprobe zu entnehmen. Dazuu bereit erklärt haben sich Ärzte mit Oberarzt Michael Lang an der Spitze, Schwestern und Mitarbeiter der Verwaltung, die die organisatorischen Dinge übernehmen werden, lobt Kathrin Möbius, die Verwaltungschefin des Krankenhauses. Dass sich am Sonnabend möglichst viele Spremberger als potentielle Spender testen und registrieren lassen, ist ihr Ziel. Deshalb stellen sie sich gern auf arbeitsreiche vier Stunden ein.
Diese Einsatzbereitschaft resultiert auch aus dem Wissen, dass für eine erfolgreiche Transplantation die Gewebemerkmale des Stammzellspenders nahezu vollständig mit denen des Patienten übereinstimmen müssen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Übereinstimmung liegt zwischen 1 zu 20 000 und 1 zu mehreren Millionen.
Obwohl in der DKMS als weltweit größte Datei mehr als 1,3 Millionen Menschen als Stammzellenspender registriert sind, konnte für Eileen bislang kein "genetischer Zwilling" gefunden werden. Deshalb wendet sich der Förderverein Krankenhaus Spremberg gemeinsam mit der DKMS an die Bevölkerung von Spremberg und Umgebung mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung.
Jeder, der sich typisieren lässt, ist eine Chance für die Patienten weltweit und kann vielleicht schon morgen zum Lebensspender werden. Jeder Einzelne zählt dabei. Mitmachen kann jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, das dann auf seine Gewebemerkmale untersucht wird. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion typisieren ließen, brauchen nicht erneut an der Registrierung teilzunehmen. Ihre Daten stehen weiter für alle Patienten zur Verfügung.
Weiterhin kann jeder diese Aktion auch finanziell unterstützen. Der Förderverein des Spremberger Krankenhauses wirbt zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) um Spendengelder. Der Krankenhaus Förderverein gibt eine Startspende von 3333,33 Euro, gedacht auch für die Typisierung am Samstag.
Jede weitere Geldspende auf das speziell eingerichtete Sonderkonto 361 011 6500 bei der Sparkasse Spree- Neiße, BLZ 180 500 00 trägt dazu bei, die Aufnahme neuer Spender in die Datei zu ermöglichen. Ob 20, 50 oder 100 Euro, im Kampf gegen die Leukämie zählt jeder Euro.