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| 19:22 Uhr

Herbstfest
Mit Felsenbirne, Glühwein und alten Stadtplänen

Spremberg. Zum 15. Mal wird am Tag der Deutschen Einheit in Spremberg ein Herbstfest am Schloss gefeiert. Von Detlef Bogott

Richtiges Herbstwetter bot sich den Besuchern auf der Hofanlage des Niederlausitzer Heidemuseums. Wind, Sonne und Regen wechselten sich ab, aber die Spremberger feierten trotzdem zum 15. Mal Herbstfest.

Eingeladen hatte das Museums-Team um Eckbert Kwast. Traditionell feuert der Museumschef den Backofen an: Um 10.59 Uhr wurden die ersten Brote geschoben. Die Brotlaiber und der Kuchen kamen von der Bäckerei Sternenbäck. Das Museum steuerte Kaffee und Plinse bei. Zahlreiche Händler und Handwerker schlugen ihre „Zelte“ auf der Schlossanlage auf. So galt es am Stand der Turm-Apotheke, in einem Quiz sieben Heilpflanzen zu erraten. Kinder konnten lustige Grasraupen basteln. Museumspädagogin Romy Walther kreierte aus Weinflaschen mit den Kindern Stimmungslichter. Die herbstlich dekorierten Flaschen leuchteten mit einer LED-Lichterkette. Andreas Peter, der Nachtwächter von Guben, hatte neben historischer Literatur auch einen Nachdruck des Spremberger Stadtplans aus dem Jahr 1925 mitgebracht. Romane aus dem alten Spremberg gibt es in seinem Niederlausitzer Verlag. Leckeres bot die Sprembergerin Pia Füller an: 30 verschiedene vegane Brotaufstriche, einer leckerer als der andere, hatte sie mitgebracht. Darunter der Aufstrich Felsenbirne aus dem Spremberger Bürgerpark. Gute Noten bekam auch die Gäblersche Bratwurst, die Toni Gäbler auf den Grill legte. Der Hof Erlengrund aus Hornow bot bäuerliche Kost an. Für Kinder ging es eine Runde um den Schwanenteich mit Peter Wolfs Pferden.

Ein kleines Programm boten die Tänzerinnen der Musik- und Kunstschule. Das Duo ,,ZweiSpiel" präsentierte sich erstmals beim Herbstfest. Den Nachmittag bereicherte die Bläsergilde um Roland Bartko musikalisch. Auch die Lauermann-Räuberbande trieb ihren Schabernack. Im Kessel über dem Feuer kochte Glühwein. Die alte Tradition des Spinnens zeigten die Kulturbund-Frauen. Hunderte Besucher verlebten einen unterhaltsamen Nachmittag mit vielen kulinarischen Genüssen – bis der Regenschauer um 16 Uhr dem Fest ein vorzeitiges Ende bescherte.