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| 15:23 Uhr

Party für Rückkehrer geplant
Heimatfest begegnet der Konkurrenz mit neuen Ideen

Mit dieser feierlichen Übergabe an Bürgermeisterin Christine Herntier warben Lena und Hamza von der Kindertagesstätte Grünschnäbel schon mal für das Entenrennen.
Mit dieser feierlichen Übergabe an Bürgermeisterin Christine Herntier warben Lena und Hamza von der Kindertagesstätte Grünschnäbel schon mal für das Entenrennen. FOTO: LR / René Wappler
Spremberg. Die Organisatoren des größten Spremberger Festes stellen das Programm für dieses Jahr vor.

Der Schlagersänger Olaf Berger wird ebenso wie der Soulmusiker Alphonso Williams zu den Stargästen beim Spremberger Heimatfest zählen. Das bestätigt Rathaus-Mitarbeiter Frank Kulik. Vom 10. August bis 12. August findet das Heimatfest statt. Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) sagt: „Wir wissen um die harte Konkurrenz, da zur gleichen Zeit andere Feste in der Region geplant sind.“ Für sie handle es sich dabei allerdings nicht um eine Bedrohung, sondern vielmehr um „einen Ansporn, Neues zu bieten“.

Seit dem Jahr 2015 werben Rückkehrer-Aktionen beim Spremberger Heimatfest für die Stadt, die nach Angaben der Bürgermeisterin „immer mehr mit gut bezahlten Arbeitsplätzen“ dienen kann. In der „Welcome Back Crew“ engagiert sich auch Benjamin Schorg. „Wir machen uns dafür stark, Leute in die Heimat zurückzuholen“, sagt er. „Einmal im Monat treffen wir uns, um an Ideen zu basteln.“ So werde in diesem Jahr ein Rückkehrerfest im Bürgergarten stattfinden.

Dazu erläutert Benjamin Schorg: „Diese Initiative versteht sich als Lotse.“ Sie wolle zeigen, dass sich der Weg zurück nach Spremberg für viele Fachkräfte lohnen könne. Schließlich weise die Stadt „eine gute Kinderbetreuung“ auf sowie „zahlreiche Möglichkeiten, Arbeit zu finden“.

Neben dem Werben um frühere Einwohner der Stadt widmet sich das Programm des Heimatfestes weiteren Traditionen. Beiträge zur sorbisch-wendischen Kultur kündigt der Volkstanzkreis „Alte Liebe“ an, darüber hinaus auch die Blaskapelle Horjana und das Sonntagsche Haus.

Aus dem Inklusionsforum im vergangenen Jahr entstand das Minor-Projekt, wie der stellvertretende Bürgermeister Frank Kulik berichtet. „Ich fand, da müssen wir mehr draus machen“, sagt er. Also wird das Heimatfest eine Präsentation auf dem Festgelände bieten. Sie trägt den Titel: „Gelebte Inklusion“. Ein Rollstuhl-Parcours zählt zum Angebot, außerdem ein Orientierungstraining mit dem Blindenstock. Erstmals begleitet ein Gebärdendolmetscher die Zeremonie zum Auftakt des Heimatfestes.

Auf der Spree wollen die Veranstalter ein großes Entenrennen organisieren. Als Start gilt die Postbrücke, als Ziel der Tiedesteg. Nach Auskunft der Bürgermeisterin kann jeder Teilnehmer eine Spielzeug-Ente erwerben und auf sie wetten. Für die drei schnellsten Tiere gibt es Prämien.

Insgesamt wird sich das Heimatfest-Programm über eine Dauer von 40 Stunden auf sieben Bühnen erstrecken. Der stellvertretende Bürgermeister Frank Kulik zählt auf: Ungefähr 30 Vereine und weitere Institutionen haben ihre Teilnahme zugesagt, zudem 25 Musikkapellen und andere Gruppen. In den Nächten zum Sonnabend und zum Sonntag können die Besucher bis gegen 2.30 Uhr an den offiziellen Plätzen feiern. Auf dem Schwanenteich findet am Samstagabend ein Höhenfeuerwerk statt.

Bürgermeisterin Christine Herntier sagt: „ich freue mich, dass in diesem Jahr wieder ein Riesenrad im Schaustellerpark stehen wird.“ Auch eine große Achterbahn sei vorgesehen.