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| 19:33 Uhr

Veranstaltung
Handrick: „Keiner kanndie Zeit aufhalten“

Uhrmacher Carsten Handrick (mit Zylinder) aus Spremberg stellt sein Handwerk vor.
Uhrmacher Carsten Handrick (mit Zylinder) aus Spremberg stellt sein Handwerk vor. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Spremberger Uhrmacher stellt sein Handwerk vor.

„Keiner kann die Zeit aufhalten“, sagt der Spremberger Uhrmacher Carsten Handrick. Er muss es wissen. Er ist stets von Uhren umgeben und haucht ihnen bei Bedarf wieder neues Leben ein. Jetzt war er Gast bei der Veranstaltungsreihe Bildungszentrum 55plus und hatte einige Uhren im Gepäck. Auch sein 88-jähriger Vater Joachim Handrick gehörte zu den Besuchern. Er gilt als Urgestein der Firma Handrick und führte die traditionsreiche Firma Jahrzehnte lang.

Carsten Handrick gab einen geschichtlichen Abriss, wie alles begann. Der Firmensitz wechselte mehrmals innerhalb des Stadtgebietes. So waren die Geschäfte am Markt, in der Töpferstraße und ab 1965 in der Langen Straße in Spremberg zu finden. Bei dieser Gelegenheit plauderte der Uhrmacher auch aus dem Nähkästchen. Er erlernte früher das Schlosserhandwerk und wollte eigentlich gar kein Uhrmacher werden. Doch kurz vor der Wende bekam er die Idee, das Uhrmacherhandwerk doch noch zu erlernen. 1988 begann er seine Lehre. So entwickelte sich das Unternehmen immer weiter.

Heute gibt es zwei Geschäfte in der Stadt. Es werden nicht nur Uhren repariert, sondern auch Schmuck verkauft, fotografiert und  Gravuren in allen Varianten durchgeführt. Als neuester Geschäftszweig gilt das Schleifen von Messern und Scheren.

In den Jahren entwickelte Carsten Handrick eine große Leidenschaft für Uhren. Sein Hobby ist besonders auch die Pflege und Reparatur von Turmuhren in der Region. Er sorgt immer für die richtige Zeit an der Spremberger Rathausuhr, am Strittmatter-Gymnasium, in Groß Luja, Proschim und Klein Loitz. „Besonders freut es mich, dass wir vor wenigen Wochen die Klein Loitzer Uhr vor dem Schloss mit einem elektrischen Aufzug versehen konnten. Normalerweise musste dieses Uhrwerk täglich aufgezogen werden, technisch heutzutage kaum noch machbar. So wird auch künftig die richtige Zeit nun in Klein Loitz angezeigt“, sagt der Uhrmacher.

Doch auch die Uhr in Mühlrose sowie am Gerichtsturm Cottbus hat der Spremberger unter seinen Fittichen. Zu guter Letzt gab er an diesem Nachmittag den Besuchern auch preis, dass das Spremberger Bootshaus sein zweites Zuhause ist. Denn die ganze Familie hat sich dem Kanusport verschrieben.

In zwei Jahren feiern Handricks das 100-jährige Firmenjubiläum.

(mat)