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| 15:21 Uhr

Einkauf rund um die Uhr
Spremberger Händlerportal startet im Herbst

Der Floristmeister Jens-Uwe Winkler und Ulf Paulusch von der ASG werben gemeinsam für das Internetportal der Händler.
Der Floristmeister Jens-Uwe Winkler und Ulf Paulusch von der ASG werben gemeinsam für das Internetportal der Händler. FOTO: Tudyka.PR
Spremberg. Gründer planen erste öffentliche Präsentation der Idee beim Spremberger Heimatfest. Von Rene Wappler

Eine öffentliche Präsentation des neuen Internetportals von Händlern aus Spremberg und Umgebung plant der Wirtschaftsförderer ASG. Sie soll nach Angaben der Pressestelle beim Heimatfest stattfinden. Der offizielle Start des Portals verzögert sich allerdings noch bis zum Herbst, womöglich über den zunächst vorgesehenen Termin des Töpfermarkts hinaus. Das berichtet ASG-Mitarbeiter Ulf Paulusch, der das Projekt gemeinsam mit Jens-Uwe Winkler vom City-Werbering betreut.

Einen Stand in der Langen Straße wollen die Gründer des Internetportals aufbauen, damit sich die Besucher des Heimatfestes über dieses Angebot informieren können. Der Wirtschaftsförderer ASG bearbeitet Fördermittelanträge, wirbt sonstige Zuschüsse ein und unterstützt das Marketing in der Anfangsphase, wie Pressesprecher Jörg Tudyka mitteilt. Manche Hoffnungen haben sich dabei nicht erfüllt. So sagt Jens-Uwe Winkler vom City-Werbering: „Überall wird über den Strukturwandel und neue Geschäftsmodelle geredet, aber wir haben trotz unserer Bewerbungen keine Fördermittel bekommen.“ Zum Teil sei nicht einmal eine Antwort der Behörden eingegangen. Die Anschubfinanzierung komme ausschließlich aus der Wirtschaft.

Ursprünglich sollte das Portal bereits zum Heimatfest ans Netz gehen. Doch wie ASG-Mitarbeiter Ulf Paulusch erläutert, müssen noch juristische Fragen geklärt werden. „Wir brauchen eine rechtsfähige Betreibergesellschaft“, sagt er. „Schließlich liegt es auch im Interesse der Händler, dass wir einen ordentlichen Start hinlegen.“ Deshalb könne sich dieser Termin auch bis zu einem Zeitpunkt kurz nach dem Töpfermarkt verschieben, der am 22. und 23. September stattfinden wird. „Das Projekt lässt sich nur in die Tat umsetzen, wenn wir vernünftige Verträge abschließen“, gibt Ulf Paulusch zu bedenken.

Immerhin haben sich bereits 21 Händler für eine Teilnahme am Internetportal angemeldet, das den Titel „Lokaso“ trägt. Als ein regionales Kaufhaus soll es den Kunden dienen. Das Liefergebiet erstreckt sich nach den aktuellen Plänen von Elsterheide über Welzow und Spremberg bis nach Felixsee und Bagenz.

Das Vorbild für das Spremberger Angebot stammt aus Nordrhein-Westfalen. In der Region um Siegen besteht ein ähnliches Portal bereits seit mehr als einem Jahr. Die beteiligten 30 Händler verzeichneten im Jahr 2017 bereits 1700 Kunden und 35 000 ausgelieferte Produkte bei einem durchschnittlichen Warenwert von 32 Euro pro Einkauf.

Der Plan für „Lokaso“ in Spremberg sieht vor, dass die Händler bestellte Ware versandkostenfrei zu den Kunden liefern, wenn möglich, noch am gleichen Tag. Die Gründer sehen weitere Vorteile im Einkauf rund um die Uhr, der vor allem den Menschen in den Dörfern entgegenkommen dürfte. Schließlich fehlt dort inzwischen fast überall selbst der kleiner Tante-Emma-Laden, in dem sie früher Waren des täglichen Bedarfs erhielten.

Ulf Paulusch vom Wirtschaftsförderer ASG hofft auf eine „Sogwirkung“. Je mehr Händler teilnehmen, je mehr Kunden bestellen, desto größer sei die Chance, dass dem Portal ein gesundes Wachstum beschieden ist. „Mit den bisher angemeldeten Händlern haben wir erreicht, dass sich der Start lohnt“, sagt er. „Wir können ein breites Spektrum an Waren anbieten, von Lebensmitteln über Bekleidung bis zu Dienstleistungen.“