Jan Philipp Wölbern untersuchte die Entstehungsgeschichte, Entwicklung und Folgewirkungen des Häftlingsfreikaufs.

Es war ein innerdeutsches Tauschgeschäft Mensch gegen Ware. Von 1963 bis 1989 kaufte die Bundesregierung mehr als 33 000 politische Häftlinge aus DDR-Gefängnissen frei. Im Gegenzug erhielt das SED-Regime Waren im Wert von rund drei Milliarden DM. Im Auftrag der SED war die Stasi an der Durchführung beteiligt. Beauftragte Anwälte führten die geheim gehaltenen Verhandlungen, sodass erst nach der Wende Informationen an die Öffentlichkeit gelangten.