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Gymnasiasten stellen ihre Kunstwerke in Trattendorf aus

Sarah Domann, Sinead Kollowa, Greta Schuster, Kunstlehrerin Ingrid Michel und Elisabeth Scharf.
Sarah Domann, Sinead Kollowa, Greta Schuster, Kunstlehrerin Ingrid Michel und Elisabeth Scharf. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Die 22 Schüler aus dem Grundkurs Klasse 12 des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums stellten am Freitagabend unter Leitung von Kunstlehrerin Ingrid Michel ihre Arbeiten aus. "Der Lehrplan der Zwölfklässler sieht vor, dass sie sich mit ihren Arbeiten aus dem Fach Kunst in Form einer Vernissage präsentieren, die sehr unterschiedlich ausfallen kann", erklärte Ingrid Michel, die als Kunstlehrerin in ihrem Traumberuf tätig ist. Martina Arlt/mat1

"In diesem Jahr sind die Kunstwerke der Schüler im Treppenflur ausgestellt, befestigt auf weißen Tüchern." Dabei hätten sie tatsächlich das gesamte Veranstaltungskonzept selbst kreiert: Dazu gehört die entsprechende Präsentation, dieses Mal wurde ein Film gezeigt, und es gab Führungen. In der Dokumentation waren auch die ehemaligen Kunstlehrer zu sehen, Gerd Debitz und Heidrun Fechner, die ebenfalls mit den Schülern eng verbunden waren und gern an gemeinsame Exkursionen zurückdenken.

"Endlich" - nannten die jungen Leute ihre Kunst-Vernissage, die am Freitag im Trattendorfer Schulteil des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums stattfand. Die Arbeiten in den verschiedenen Techniken können noch zwei Wochen lang bewundert werden. Dann muss die Ausstellung abgebaut werden, denn es ist gewissermaßen der letzte große Höhepunkt in diesem Schulteil. Am 11. April wird der Erweiterungsbau des Gymnasiums in der Mittelstraße in Spremberg feierlich eingeweiht.

So lernen alle Gymnasiasten aus beiden Schulteilen künftig im nagelneuen Schulgebäude, und das Haus in Trattendorf wird leer stehen. Angesichts dieses Gedankens kommt bei aller Freude auf das neue Haus bei Schulleiter Elmar Schollmeier schon etwas Wehmut auf. "Ich unterrichte in diesem Gymnasium seit dem Jahr 1985, und seit 1992 bin ich Schulleiter. Wenn dann im neuen Haus der Schulalltag für alle Schüler und Lehrer eingekehrt ist und alles gut läuft, dann bin ich sehr zufrieden und erleichtert. Die ganze Bauphase hat schon etwas länger gedauert, doch nun ist es fast vollbracht."

In der jetzigen Vernissage werden mehr als 70 Arbeiten der Schüler aus drei Kunstjahren gezeigt. Dabei standen die beiden Kunstlehrerinnen Ingrid Michel und Cornelia Gebauer den Schülern jederzeit lehrreich zur Seite. Die Arbeiten wurden in den verschiedenen Techniken wie beispielsweise Tempera, Bleistiftzeichnungen, Tinte oder Federzeichnungen gestaltet. Gezeigt werden dabei expressionistische Landschaften, Kreise und Rechtecke, Flaschen als Stillleben sowie Motive wie Sonnenblumen oder Mais.

Auch die Besucherin Ute Onken aus Schwarze Pumpe (52) war von der Vernissage sehr begeistert: "Es ist sensationell, was die Schüler hier geleistet haben. Welche Techniken sie gelehrt bekommen, die Vielfalt der Kunstformen - das ist einfach toll. Meine Tochter Roxana hat auch ausgestellt. Welche Potentiale in der Jugend schmoren, glaubt man nicht."

Kunstlehrerin Ingrid Michel hat noch heute immer großen Spaß an der Arbeit mit den Schülern. "Als Pflichtprogramm für die Kunstschüler gilt es bei uns, einen Ausflug zur Galerie Alter Meister nach Dresden zu starten. Besonders freue ich mich in diesem Jahr, dass die Schülerin Sinead Kollowa auch Kunstlehrerin werden möchte. Dafür muss sie in wenigen Tagen einen dreitägigen Kunsttest bestehen."

Im Fach Kunst experimentierten die Schüler mit Mischtechniken, gestalteten die Bilder in Acryl, Tempera und mit Lasuren. Auch Papierplastiken und das Fotografieren beinhaltet das Unterrichtsfach.