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| 12:30 Uhr

Tag der offenen Tür
Sellessen: Grundschule wird „medienfit“

Die Lehrer kamen  mit den Besuchern ins Gespräch und zeigten den Kindern die Unterrichtsmittel.
Die Lehrer kamen mit den Besuchern ins Gespräch und zeigten den Kindern die Unterrichtsmittel. FOTO: Arlt Martina
Sellessen. Pädagogische Einrichtung in Sellessen präsentiert sich zum Tag der offenen Tür.

Die künftigen Erstklässler und ihre Eltern haben sich am Samstag beim Tag der offenen Tür  in der Heidegrundschule Spremberg-Sellessen umgeschaut. Die Einrichtung nimmt jetzt auch an der brandenburgweiten Initiative „medienfit“ teil.

Schulleiterin Dana Rehklau (47) kam 2006 von der Georgenbergschule nach Sellessen. Seit zwei Jahren hat sie das Amt als Schulleiterin inne. Heute unterrichtet sie nur noch das Unterrichtsfach Englisch an „ihrer Schule“, wie sie sagt.

In dieser Einrichtung werden 165 Kinder von insgesamt zwölf Lehrern in den ersten sechs Jahrgängen unterrichtet. Es ist eine einzügige Grundschule mit zwei Flex-Klassen. Die Schüler kommen nicht nur aus Sellessen, sondern auch aus dem Umfeld wie Haidemühl, Weskow, Graustein, Schönheide, Groß Luja, Türkendorf, Lieskau und Hornow-Wadelsdorf.

Circa 20 neue Kinder werden in diesem Jahr die Schulbank in Sellessen drücken und den Schulalltag kennenlernen. „Die Eltern aus dem Einzugsgebiet müssen jetzt ihre Kinder in der zuständigen Grundschule anmelden“, sagt Rehklau. Mögliche Ersatzschulen seien die Evangelische Grundschule Groß Kölzig und die ASF-Grundschule „Haus des Lernens“ in Spremberg. „Ein paar Kapazitäten für die Erstklässler in diesem Jahr hätten auch wir noch frei“, sagt Rehklau.

Ein sehr engagierter Schulförderverein mit 80 Mitgliedern unter Vorsitz von Axel Kirajn unterstützt die Arbeit in der Einrichtung. Unterrichtsmaterialien und Spielgeräte werden von Spendengeldern angeschafft, die Einschulungsfeier unterstützt, Eintrittskarten für Theaterbesuche bezahlt oder auch Materialien für  die Arbeitsgemeinschaften besorgt.

Die Schüler Lennard Moye, Patrick Gaebler und David Link führen am Samstag die Gäste durch das Schulhaus. Das Malen mit Zuckerkreide ist ein besonderes Highlight. Die Heidegrundschule ist eine offene Ganztagsschule. Das bedeutet, dass die Arbeitsgemeinschaften (AG) extern durchgeführt werden, wie vom Bergschlösschen SPI oder Sportvereinen. Zur Auswahl stehen Kurse für Computer, Keramik, Kanu, Flotte Speiche (Einrad), Kinder- und Jugendfeuerwehr und auch Radball.

Auch Nanett Sobioch (32) aus Haidemühl kam mit ihrer Tochter Evelina: „Es ist eine sehr schöne, moderne Schule, die für uns gleich um die Ecke liegt“, erzählt sie. Ihre Tochter besucht hier auch schon die Vorschule und macht Sport in der Turnhalle. „Wir können von hier aus sogar unsere Wohnung sehen“, sagt Sobioch.

In den nächsten Monaten konzentriert sich die Schulleitung auf ein ganz großes Projekt. Seit fast zwei Jahren gibt es vom Land Brandenburg die große Initiative „medienfit“. Dieses Projekt begann mit zehn Netzwerkschulen. Mittlerweile gehören 42 dazu, nun auch die Schule in Sellessen.

„Wir hatten uns beworben und  sind ganz stolz, von dieser Initiative profitieren zu können“, sagt Rehklau. Das bedeutet, die medientechnische Ausstattung wird verbessert. Die Grundförderung beträgt 20 000 Euro, dann gibt es zusätzlich eine Förderung pro Schüler, und auch der Schulträger trägt einen Teil der Kosten.

Dana Rehklau hat bereits klare Vorstellungen, welche Technik mit dem Geld angeschafft werden soll. Eine neue Tafel, die sich wie ein Tablet mit modernster Technik an der Wand zeigt. Außerdem sollen Tablets für 30 Schüler gekauft werden. Die Betreuung der Technik wird das IT-Team von der Stadtverwaltung Spremberg übernehmen.

 Im Rahmen des Projektes sollen auch Roboter im Sachkundeunterricht und den naturwissenschaftlichen Fächern gebaut werden. Dadurch können die Schüler das Programmieren erlernen. Das Projekt soll zum nächsten Schuljahr starten. Dann gehört die Heidegrundschule Sellessen zu den Referenzschulen im Land Brandenburg.

Schon längst reichen die Räumlichkeiten für die Hortkinder nicht mehr aus. Immerhin besuchen 90 Prozent der Grundschüler diese Einrichtung, die sich im gleichen Objekt befindet. Der Hortanbau hat in diesen Tagen begonnen. Dadurch muss der Sandkasten umgesetzt werden.

„Bisher gab es für unsere Hortkinder eine Doppelnutzung mit den Schulräumen. Mit dem Anbau entstehen vier neue Räume und eigene Sanitäranlagen. Im August/September 2018 soll die Baumaßnahme fertiggestellt werden“, sagt Horterzieherin Doreen Kovacs.