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| 15:22 Uhr

Schüler wandern von Bautzen nach Spremberg
Auch der Regen zum Schluss kann sie nicht schrecken

Mit großem Hallo wurden die 15 Schüler aus der Spremberger Kollerbergschule und Betreuer nach ihrer Erlebnistour begrüßt.
Mit großem Hallo wurden die 15 Schüler aus der Spremberger Kollerbergschule und Betreuer nach ihrer Erlebnistour begrüßt. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Zum ersten Mal gingen 15 Grundschüler der Spremberger Kollerbergschule fünf Tage auf Erlebnistour – und es wären mehr mitgegangen.

Mit Regencapes, Wanderstock und Maskottchen-Bär „Kodi“ trafen die Grundschüler der Spremberger Kollerbergschule nach fünf Tagen wieder am Saebisch-Brunnen auf dem Kleinen Markt in Spremberg ein. Gleich neben dem Rathaus versammelten sich Familienangehörige, Eltern, Geschwister und Großeltern, um ihre Schützlinge gebührend zu empfangen. Einige Kinder hatten vor Freude Tränen in den Augen, nach einem fünftägigen Fußmarsch ihre Eltern wiederzusehen.

Für alle Beteiligten war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, denn ein Leben „geht auch anders“. Es ging einmal ohne Technik, Handy nur im besonderen Fall und Fernsehen war natürlich in der freien Natur kein Thema. Insgesamt legten die Kinder in den fünf Tagen einen 70-Kilometer-Fußmarsch zurück. So ein besonderes Ferienangebot soll Teamgeist, die Charakterbildung der Jugend und die Gemeinschaft untereinander fördern.

Die Idee für diese erste Erlebnistour mit Grundschülern lieferten Heike Pfeiffer als Schulleiterin der Kollerberg-Grundschule sowie der Schulsozialarbeiter Uwe Selge. „Normalerweise wollten 28 Mädchen und Jungen an dieser Tour teilnehmen, das war zuviel“, erklärt Selge. Eine Jury wählte 15 Schüler aus. „Es war eine tolle Truppe, sie halfen sich untereinander. Wenn das Heimweh einmal ganz groß war, wurde auch mal mit Zuhause telefoniert.“ Täglich waren sie zwischen 14 und 20 Kilometern unterwegs. „Wir hatten zwar Zelte mit, doch meist schliefen wir alle unter freiem Himmel“, so Uwe Selge.

Die Tour begann in Niedergurig bei Bautzen, führte nach Klitten, zum Bärwalder See, Boxberg, nach Neustadt/Spree bis hin nach Spremberg.

Fiona Glaser (13) aus Spremberg war begeistert: „Es hat wirklich Spaß gemacht und alles hat bestens geklappt. Nach dem langen Marsch waren wir abends immer sehr müde. Es war ein sehr sehr schönes Erlebnis“, schwärmte sie.

Der zwölfjährige Lennox Schulz würde jederzeit wieder zu so einer Tour starten. Emily Geisler fand es „sehr spannend“. Keine Technik lenkte ab. Das Ziel der Tour wurde also erreicht: Die Natur hautnah erleben. Auch ein Reisetagebuch wurde geführt.

Mit dem Wetter hatten die Schüler großes Glück, nur am letzten Tag schüttete es vom Himmel. Die Kinder waren mit Wanderschuhen ausgestattet. Gekocht wurde oft selbst. So bereiteten die Männer Uwe Selge und André Heisler Linsensuppe oder Schiebe-Ei zu.

Dieser Fußmarsch mit Grundschülern hatte in Spremberg Premiere – und schon jetzt schlummern neue Ideen in den Köpfen der Betreuer, die auf Unterstützung von Gewerbetreibenden, der Förderverein der Grundschule und dem Jugendclub Erebos aus Spremberg zählen konnten. T-Shirts mit Unterschriften der Teilnehmer sollen noch lange an diese Erlebnistour erinnern.

(mat)