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Grundschüler lernen Arbeit der Tafel kennen

Die Schüler der ASF-Grundschule Haus des Lernens legten bei der Spremberger Tafel selbst Hand an.
Die Schüler der ASF-Grundschule Haus des Lernens legten bei der Spremberger Tafel selbst Hand an. FOTO: mat1
Spremberg. Die Zusammenarbeit mit Haus des Lernens und anderen Einrichtungen des Albert-Schweitzer-Familienwerks macht sich bezahlt. mat1

Im Rahmen des Unterrichts in den Fächern sozialpraktisches Lernen und Religion haben Viertklässler der Grundschule "Lausitzer Haus des Lernens" die Spremberger Tafel besucht. Bereits im November hatten sie im Unterricht über Armut gesprochen und sich die Spremberger Tafel angeschaut, die auch vom Albert-Schweitzer-Familienwerk (ASF) betrieben wird. "Die Kinder hatten auch Sachen gesammelt, die wir für die Einrichtung in der Gartenstraße mitnahmen", sagt Lehrerin Birgit Welcher. Als ASF-Schule wolle man nicht nur reden, sondern auch aktiv werden. "So legen unsere Kinder heute hier gleich selbst Hand an."

In Gruppen waren die Schüler an vier Stationen tätig. Dazu gehörte das Sortierten von Süßigkeiten. "Bestimmte Sachen werden erst einmal eingelagert und später verteilt. So gibt es bei uns eben zu Ostern Süßigkeiten, die auch schon in Form von Weihnachtsmännern ausfallen können", erklärt Tafel-Projektleiter Kai Noack. Die Schüler waren an diesem Tag auch beim Verputzen von Obst und Gemüse sowie beim Zubereiten der Mittagsmahlzeit tätig und halfen beim Portionieren von Lebensmitteln. Immerhin werden täglich mehr als 40 Essen in der Küche zubereitet. "Die Kinder sollen einfach wissen, dass Armut zur Gesellschaft dazu gehört", sagt Kai Noack. "Doch man muss auch immer dabei betonen, dass die Kinder gute schulische Leistungen zeigen sollten, damit sie später eine gute Berufsausbildung beginnen können. So gerät man nicht in die Armutsspirale."

Die Spendenbereitschaft ist immer noch groß, sodass die Kisten bei der Tafel für bedürftige Menschen recht gut gefüllt sind. Der Bedarf ist vorhanden: Es gibt mehrere Hundert Nutzer. Die Zusammenarbeit innerhalb des Albert-Schweitzer-Familienwerkes mit Frühförderung, Selbsthilfekontaktstelle, Jugendtreff, das Zentrum für Bildung und Austausch sowie Tafel laufe optimal, so Noack: "Das war der richtige Schritt, dass die Tafel diese Räumlichkeiten übernahm."