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| 13:12 Uhr

Projekt
Grüner Garten schafft Integration in Spremberg

Alexander Fritzke vom Verein Jugend und Soziales Bürgermeisterin Christine Herntier und  Thomas Kralinski.
Alexander Fritzke vom Verein Jugend und Soziales Bürgermeisterin Christine Herntier und  Thomas Kralinski. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg  . Der Verein Jugend und Soziales baut mit Einheimischen und Flüchtlingen einen „Garten der Vielfalt“ auf.  Ein gemeinsames Sommerfest schafft weiteren Austausch. Von Anja Guhlan

Grüne Wiesen zum Toben, Beete mit angepflanztem Gemüse, Obstbäume, die Früchte tragen, neckische Sitzecken, eine kleine Gartenlaube, eine Ecke mit Grill und Spielgeräte für die Kleinen sind im „Garten der Vielfalt“ zu erblicken. Alles ist schön hergerichtet. Das hier vor etwa einem Dreivierteljahr noch ein brachliegendes Grundstück war, ist kaum vorstellbar.  Der Spremberger Verein Jugend und Soziales hatte die Idee für den Umbau, der gleichzeitig als Integrationsprojekt  dient. Denn in den vergangenen Monaten konnten viele interessierte Einheimische und auch zahlreiche Flüchtlingsfamilien gemeinsam das brachliegende Grundstück in den „Garten der Vielfalt“ verwandeln. Am vergangenen Freitag konnte erstmals ein gemeinsames Sommerfest in dem Garten gefeiert werden.

„Das haben sich alle mal verdient nach der harten Arbeit an diesem Garten“, meint Alexander Fritzke, der Vorsitzende des Vereins Jugend und Soziales. Viele deutsche und ausländische Helfer sind zum Sommerfest gekommen. Sie unterhalten sich, tauschen sich aus und essen gemeinsam Gegrilltes. Fritzke, dessen Verein mit neun Mitgliedern ein recht kleiner Verein ist und sich als Eckpfeiler das Fördern der Jugend, des Sozialen, der Kultur und der Integration auf die Fahnen geschrieben hat, zeigt sich   zufrieden: „Wir haben mit dem Garten die Integration weiter ins Rollen gebracht. Es soll künftig eine Begegnungsstätte für alle sein, in der weiterhin Arbeitseinsätze, gemeinsame Gartenarbeit und gemütliche Treffen stattfinden sollen.“ So möchte der Verein gerne noch den Zaun erneuern und ein Baumhaus bauen. Alle Wünsche bezüglich des Gartens  werden gemeinsam abgesprochen und dann geplant und ausgeführt. Viele Einrichtungen und Institutionen,  angefangen beim Migrationsdienst bis hin zum Runden Tisch, unterstützen das Projekt.  

Sprembergs Bürgermeisterin Christine  Herntier (parteilos), die zum Sommerfest mit eingeladen wurde, zeigt sich begeistert: „Das ist gelebte Integration. Bei diesem Projekt ist man nicht nur mit dem Herzen herangegangen, sondern auch mit Professionalität.“ Auch Thomas Kralinski von der brandenburgischen Staatskanzlei, die das Projekt teilweise finanziell unterstützte, ist erfreut: „Ich finde es immer gut, wenn unsere Förderungen auf fruchtbaren Boden fallen. Das ist ein wirklich tolles Projekt. Der Garten gefällt mir und die Leute fühlen sich sichtlich wohl. Ich kann nur zum Weitermachen animieren.“

Mittlerweile hat der Verein Jugend und Soziales, den es seit dem Jahr 2016 gibt, einige integrative Projekte initiiert. Angefangen bei Nachhilfestunden mit Spremberger Gymnasiasten über Schwimmkurse bis hin zum Garten der Vielfalt. Bald sollen laut Fritzke noch ein Begegnungscafé sowie ein Mutter-Kind-Kurs in Zusammenarbeit mit dem Spremberger Krankenhaus entstehen. „Ideen sind noch genügend da“, sagt Fritzke. Der Verein Jugend und Soziales bereichert darüber hinaus derzeit nicht nur die Integration in der Stadt sondern mit der Übernahme der Spremberger Filmnächte auch das kulturelle Leben in Spremberg.