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"Die Nächste Generation"
Gründungsmitglied verlässt Spremberger Wählergruppe

Spremberg. Ein Gründungsmitglied verlässt die Spremberger Wählergruppe "Die Nächste Generation": Der Sozialpädagoge Benjamin Schorg wird künftig auch nicht mehr als sachkundiger Bürger im Bildungsausschuss der Stadt mitarbeiten. Unterdessen kündigt Fraktionschef Benny Stobinski an, dass die Nächste Generation den frei gewordenen Platz interessierten Einwohnern der Stadt anbieten wird. René Wappler

"In Spremberg mit mehr als 30 Prozent AfD-Wählern gibt es wohl viele Leute, die frustriert sind", sagt er. "Wir wollen dazu einladen, aktiv mitzumachen, statt sich nur aufzuregen."

Als Grund für den Rückzug von Benjamin Schorg gilt der Streit um die städtischen Bäder. Zunächst hatte die Nächste Generation signalisiert, sie werde wie die SPD und die Linke eine Sanierung der Schwimmhalle zumindest in Betracht ziehen. Allerdings wich Fraktionschef Benny Stobinski von dieser Position ab, ohne dies seinem Fraktionsmitglied vorher mitzuteilen. "Manchmal muss man eine Entscheidung treffen, mit der die Kollegen im Zweifel klarkommen oder auch nicht", sagt er. "Für mich kam der Rückzug von Benjamin Schorg daraufhin etwas überraschend, aber sicher handelte es sich für ihn um einen Prozess, der länger dauerte."

Benjamin Schorg selbst will sich zu den Gründen nicht näher äußern. Jedoch hält er es für möglich, künftig in einem anderen politischen Gremium als der Nächsten Generation mitzuarbeiten. "Für eine solche Entscheidung nehme ich mir aber erst mal Zeit", sagt er. "Mich drängt ja im Moment nichts."