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| 12:28 Uhr

Kindernaturschutztag
Großes Interesse an der Natur

Die Imkerfreunde Siegfried Kawczynski, Annegret Bräunlich und Lutz Lorenz vom Imkerverein Spremberg 1862 stellten ihr Hobby vor.
Die Imkerfreunde Siegfried Kawczynski, Annegret Bräunlich und Lutz Lorenz vom Imkerverein Spremberg 1862 stellten ihr Hobby vor. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Mehr als 400 kleine und große Besucher pilgerten am Samstag zur Nabu-Naturschutzstation.

Anlässlich des bevorstehenden Kindertages nutzten auch die Mitglieder des Spremberger Nabu-Regionalverbandes unter Leitung von Wieland Böttger die Gelegenheit, zum dritten Kindernaturschutztag einzuladen. Mehr als 400 kleine und große Besucher pilgerten bei herrlichem Sonnenschein in Richtung Slamener Kuten, wo sich die Naturschutzstation am Spremberger Wasserwerk befindet.

„So einen großen Tag können wir jedoch nur jedes zweite Jahr durchführen, der Aufwand ist zu groß. Doch wir freuen uns sehr, dass so viele Besucher sich heute auf den langen Weg zu uns gemacht haben. Es ist unser kleiner Urwald, wie wir gern dieses Areal bezeichnen“, so Christa Wölk, Mitglied des Spremberger Nabu-Regionalverbandes. „Bäume haben eine eigene Sprache. Umarmt man glatte Bäume, wirken sie kühler. Bäume mit Rinde erscheinen einfach wärmer. Gern laden wir auch Schulklassen und Kindergärten ein“, fügt Christa Wölk hinzu.

Interessante Stationen warteten am Samstag auf die Besucher an diesem idyllischen Fleckchen. Die Familien gingen mit ihren Kindern  auf Abenteuersuche an der Naturschutzstation. Die Kameraden der Feuerwehr luden zu Mutproben ein. Wer gut zu Fuß war, machte sich auf den Weg zu den Angelteichen. Dort wurden sie von Silvio Trapp und Peter Bär vom Spremberger Kreisanglerverband erwartet. Ihnen gingen Rotfeder, Plötze und Barsch an den Angelhaken.

Am „Lernort- Natur-Mobil“ vom Kreisjagdverband Spree-Neiße/Cottbus hielten Caroline und Christian Nadolski Informationen bereit. Die Kinder lernten am Jagdmobil mehr als 35 Tiere und viele Baumarten kennen. Bei einem Quiz stellten die Besucher dort ihr Wissen unter Beweis. Ob Geocaching, der Besuch des Winterquartiers der Fledermäuse oder ein Fingerabdruck eines Baumes - alle Aktivitäten wurden gern genutzt. Eine Kräuter- und Wasserbar wurde aufgebaut. Welche Wildkräuter wachsen auf der Wiese und im Wald, das war dann die Frage. An der Kräuterbar ließen die Gäste gern diese Kräuter im Quark verarbeiten.

Zum zweiten Mal gehörte nun auch die 32-jährige Christin Szymanski mit Freunden und Kindern zu den Besuchern. „Wir waren bereits an den Angelteichen und fanden es interessant, die kleinen Tierchen unter einem Mikroskop zu entdecken. Jetzt gehen wir noch zum Fledermausquartier. Es ist wirklich ein sehr interessanter Tag“, lobt die Sprembergerin.

An so einem Tag dürfen natürlich die Mitglieder des Imkervereins Spremberg 1862 nicht fehlen, die an der Nabu-Station mit einer Lehrimkerei ansässig sind. Den 22-köpfigen Verein leitet Wolf-Rüdiger Herz. Er übernahm 1984 die Imkerei von seinem Vater. „Wenn man sich mit diesem Hobby vertraut macht, ist man auf Lebenszeit Imker. Zurzeit habe ich 16 Völker. Die meiste Arbeit fällt in den Sommermonaten an“, so der Vereinsvorsitzende. Die Honigsorten würden dabei den Jahreszeit entsprechen: „Es beginnt mit Raps und der Obstblüte. Zurzeit blüht die Robinie und mit der Linde setzt es sich fort. Auch von Kornblumen gibt es einen sehr feinen Honig.“  Im August sei das Bienenjahr zu Ende.

Mit der Honigschleuder lockten die Imkerfreunde Siegfried Kawczynski, Annegret Bräunlich und Lutz Lorenz vom Imkerverein 1862 die Besucher an. „Bienen sind mittlerweile ein Haustier. Sie können selbst nicht überleben, sie brauchen Hilfe vom Imker. Ohne Bienen gibt es keine Bestäubung, sie werden in der Natur dringend benötigt“, so Siegfried Kawczynski, der seit mehr als 30 Jahre sich diesem Hobby widmet. Der Verein sucht dringend Nachwuchs. Ein „Anwärter“ meldete sich bereits am Samstag. Es ist der zehnjährige Ben Mallek aus Groß Luja.  Bei seinem Vorhaben wird er auf jeden Fall von seinem Opa und von den Eltern unterstützt, denn alle drei sind Jäger und stets mit der Natur verbunden.  

Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 16 Jahren sind schon jetzt zum Mal- und Foto-Wettbewerb 2018 des Nabu-Regionalverbandes Spremberg aufgerufen. Dann sind die schönsten Motive vom Wald oder Wegesrand gefragt. Bis zum 20. August können die Arbeiten an der Touristinformation Spremberg oder beim Nabu-Vorstand abgegeben werden. Für Fragen zum Nabu hat Christa Wölk immer ein offenes Ohr (Tel. 0152 34239233).

(Arlt)