In Anbetracht der laufenden Grippewelle und wachsenden Zahl von Corona-Infizierten hat sich die Spremberger Stadtverwaltung dazu entschieden, vorerst auf das Händeschütteln zu verzichten. Statt eines Händedrucks zur Begrüßung oder Verabschiedung gebe es stattdessen ein freundliches Lächeln. Über diese Maßnahme informierte die Bürgermeisterin noch vor Beginn ihres eigentlichen Redebeitrages im Rahmen der zurückliegenden Sitzung der Stadtverordneten.

Durch den stetigen Publikumsverkehr in der Verwaltung entschied sich Rathaus-Personal dazu, diesen Weg zu gehen und somit die Medienberichte erst zu nehmen. Kein Wunder, werden beispielsweise Grippe- und Noroviren auch durch das Schütteln von Händen übertragen – also durch direkten Körperkontakt. „Das ist selbstverständlich keine Zurückweisung der Bürger“, erklärt Christine Herntier und hofft auf Verständnis vonseiten der Spremberger und Besucher.

Zusätzliche Desinfektionsspender im Spremberger Rathaus und Bürgerbüro

Im Zuge dieser Maßnahme wird es auch zahlreiche Hinweisschilder in den unterschiedlichen Objekten der Stadt geben, die sowohl für die „No Hands“-Aktion werben als auch, deren Hintergrund erklären. Die Kampagne ist allerdings nicht neu, sondern vielmehr adaptiert. Das Personal vom Spremberger Krankenhaus praktiziert diese Maßnahme bereits seit Jahren recht erfolgreich.

Wie im Eingangsbereich der Klinik, sollen auch im Rathaus oder dem Bürgerbüro demnächst zusätzlich Desinfektionsmittelspender angebracht werden, wie der Stadtsprecher verrät. „Bestellt sind die Geräte bereits und wenn alles klappt, dann könnten sie schon in der kommenden Woche vom Hausmeister installiert werden“, so Alexander Adam. Dies hänge allerdings vom Lieferanten ab und könne unter Umständen auch länger dauern, fügt er abschließend hinzu.