(ang) Wetterpatron Petrus hatte es sehr gut mit den etwa 500 Gläubigen gemeint, die sich am Pfingstmontag zum Open-Air-Gottesdienst am Stausee versammelt hatten. Bei prallem Sonnenschein führten Pfarrer Wolfgang Selchow von der Kirchgemeinde Drebkau sowie Andreas Heydrich von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Spremberg und Wilfried Hacker von der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Cottbus durch den Gottesdienst unter dem Motto „Aufleben“, der zu Ehren des Heiligen Geistes gefeiert wurde.

Das Hochfest Pfingsten hat mit der Entsendung des Heiligen Geistes zu tun. Für viele Christen bleibt das Verhältnis zum Heiligen Geist allerdings abstrakt. Und doch: Jesus ist im Heiligen Geist „mit uns alle Tage bis zum Ende der Welt.“

In einem bunten und fröhlichen Gottesdienst, der mit vielen gemeinsam gesungenen Liedern, Gebeten und Worten von allen evangelischen Kirchengemeinden gestaltet wurde, ist diese Botschaft deutlich geworden.

Eine kleine Theaterszene der eigens gebildeteten Theatergruppe verdeutlichte, wie sehr die Menschen Orientierung im Leben brauchen und wie wichtig es ist, anderen zu vertrauen. Auch Wilfried Hacker aus Cottbus griff bei seiner Predigt das Wort Vertrauen auf. Wie wichtig es ist, Gott zu vertrauen und ihn immer wieder neu kennenzulernen. Die Hoffnung nie aufzugeben und mutig zu sein. Dann werde jeder Gläubige vom Heiligen Geist beschenkt. Der Heilige Geist mag Christen Neues einhauchen, und er zielt auf die Erneuerung des Menschen ab. Es liegt an den Menschen selbst, wie sehr sie der Heilige Geist mitten ins Herz und in die Persönlichkeit trifft.

Während des Gottesdienstes führte der Prediger Andreas Heydrich noch die Taufen der beiden Brüder Nick und Ben Bauer durch. Für die Familie Bauer ist diese Taufe am Stausee etwas ganz Besonderes. Die Kollekte des Gottesdienstes geht in diesem Jahr an das Kinderhospiz „Pusteblume“ der Johanniter in Cottbus, die chronisch kranken Kindern in ihren letzten Lebenstagen mehr Leben schenken wollen.

Mit dem Open-Air-Gottesdienst will die Kirche, so die Veranstalter, sich weiter öffnen, um noch mehr eine Gemeinschaft bilden zu können. Im Anschluss gab es noch die Möglichkeit, bei Gegrilltem und Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen.