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| 01:13 Uhr

Glühwein wärmt Spreewaldgäste

Burg.. Dirk Meier als Hafenmeister hält auch in der kalten Jahreszeit in der Burger Bucht die Stellung. Die Sommersaison ist zwar abgeschlossen worden, aber auch in der Wintermonaten ruht der Spreewaldkahnverkehr nicht.

Beispielsweise stechen jetzt nach Fahrplan an jedem Dienstag, Donnerstag und Samstag um 14 Uhr im Burger Hafen die Kähne in die Fließe.
Glühweinfahrten werden die einstündigen Stippvisiten in der kälter gewordenen Flusslandschaft genannt, weil es im Boot ein mit Nelken gewürztes Rotweingetränk zum Wärmespeichern gibt. Doch Meier und andere Touristikfachleute haben sich für die nächste Zeit noch einiges mehr einfallen lassen. Im Zusammenwirken mit der neuen Spreewaldtherme startet beispielsweise ein attraktives Winterprogramm. Für sechsköpfige Gruppen und mehr werden im Block angeboten: eine Stunde Kahnfahren, eine Stunde Mittagstafel im "Hotel am Spreebogen", zehn Minuten Verdauungsspaziergang und anschließend das Wellness-Paket in der Therme.
Auch international will Meier weiterhin die Rudel ausstrecken. Nachdem er bereits in der abgelaufenen Saison mehrere hundert mit Omnibussen angereiste polnische Gäste durch den Spreewald stakte oder fahren ließ, hofft er diese Verbindungen in Zukunft noch zu vertiefen. Das soll auch auf der mehrtägigen Touristikmesse in Leipzig geschehen.
Die abgelaufene Sommersaison verlief für die rund 100 Mitglieder aus dem über 100 Jahre bestehenden Fährmannverein Burg recht kassenwirksam. Nach Schätzungen sind in diesem Naturschutzgebiet auf dem Wasser etwa 120 000 Gäste unterwegs gewesen. Vom Hafen Burg aus, den der ehemalige Radsportweltmeister im Verfolgungsfahren als jetziger Unternehmer verantwortet, waren es ungefähr ein Viertel. "Damit ist unsere Bilanz weiterhin stabil", freut sich der selbst oft im Heck der Holzkähne stehende Rudelmann. (hjs)