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| 20:17 Uhr

Abseits des Kirchenchores
Gesungene Gebete

Die Teilnehmer des Workshops unter der Leitung von Darius Rossol  sind hoch motiviert und haben Spaß am Singen.
Die Teilnehmer des Workshops unter der Leitung von Darius Rossol sind hoch motiviert und haben Spaß am Singen. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg.  Teilnehmerrekord beim Gospelworkshop der Landeskirchlichen Gemeinschaft: 65 Sänger studieren in Rekordzeit Lieder ein.

Über mangelnden Zulauf zum Gospelworkshop braucht sich die Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) in Spremberg keine Sorgen zu machen. Seit inzwischen 14 Jahren bietet die Gemeinschaft einmal im Jahr einen dreitägigen Gospelworkshop mit immer wechselnden Referenten an. In diesem Jahr konnten 65 Sänger und Sängerinnen unter der Leitung des studierten Chorleiters Darius Rossol aus Köln moderne Gospelsongs einstudieren, die sie am Sonntag in einem Konzert der Öffentlichkeit präsentierten. „Das ist Teilnehmerrekord“, meint Denise Kantor, die Organisatorin und ehrenamtliche Mitarbeiterin in der LKG und bereits seit dem ersten Workshop dabei. „Wir könnten noch auf 70 Plätze hochgehen, aber dann sind wir in  den Räumlichkeiten der LKG an unsere Kapazitätsgrenzen angelangt“, schildert sie weiter. Inzwischen ist Darius Rossol mitten in den Gospelübungseinheiten.  Der 49-Jährige motiviert, fordert, lenkt und leitet den temporären Chor auf seine Weise. „Bei mir lernen die Teilnehmer das Singen nach Gehör und mittels Nachsingen“, schildert er. Notenblätter gibt es bei dem Workshop nicht. Der studierte Chorleiter ist beeindruckt von der Größe des Chores und wie „wahnsinnig schnell“ der Chor dazulernt. „Alle besitzen eine große Bereitschaft zum Lernen und übernehmen gerne Verantwortung. Das ist schön und für eine Gemeinschaft wie einen Chor wichtig“, meint er. In Rekordzeit studieren die Teilnehmer daher moderne Gospelsongs ein. Bereits bis zum Samstagmittag wurden acht Songs gelernt. Unter anderem in „I’m a friend of God“ oder „Verleih uns Frieden“ konnten die Teilnehmer zeigen, welche Stimmgewalten in ihnen stecken. Letztendlich war auch der afrikanische Song „Tunaomba“ gar nicht so schwer.

Dagmar Reinecke (60) von den „Gospelfriends“ aus Eisenhüttenstadt zeigt sich begeistert: „Elf von 22 Chormitgliedern nehmen an diesem Wochenende zum ersten Mal am Workshop in Spremberg teil. Und alle sind sich einig: der Workshop ist super. Wir lernen dank dem Chorleiter Darius Rossol was dazu. In seiner Art und Weise ist es richtig toll Gospels zu singen.“ Auch Tobias Höpner (23) aus Spremberg, der zum zweiten mal dabei ist, hat Spaß: „Es ist schön in so einer großen Gemeinschaft zu singen.“ Und auch Christian Röhl (34) ist wieder dabei. Inzwischen ist es wohl schon das 13. Jahr seiner Teilnahme: „Für mich ist das Wochenende mal Abschalten vom Alltag. Gospels einzustudieren ist zwar auch anstrengend aber total mit Spaß verbunden“, sagt er. Auch Dörte (57) und Norbert Ulbricht (62) kommen vom Gospel nicht mehr los und nehmen immer wieder am Workshop in Spremberg teil. „Wir haben einfach Freude am Singen“, meint Dörte Ulbricht. In diesem Jahr konnten sie auch ihre Tochter Laura Grünewald aus Berlin überzeugen, mit zu kommen.  „Ich bin wirklich begeistert und gern dabei“, sagt die 31-Jährige.  Rein theoretisch könnten die Drei allein schon einen dreistimmigen Chor eröffnen, witzeln sie.

Tatsächlich mündet am Sonntag beim  Abschlusskonzert alles in einem dreistimmigen Gesang. Alle Songs  werden mit großem Spaß präsentiert.  Auch drei zusätzliche Musiker am Piano, am Bass und an der Percussion sorgen für den richtigen Rhythmus. Zuletzt gab es  tobenden Applaus des Publikums. Im nächsten Jahr wird es wieder einen Gospel-Workshop geben, kündigt Denise Kantor an. Dann wird anlässlich des 15. Workshops ein Jubiläum gefeiert.

(ang)