| 17:06 Uhr

Generationenfreundliche Stadt
Lenkungsgruppe schraubt an Ideen für Generationen

Spremberg. Neuer Sprecher Benjamin Schorg kündigt Arbeitsplan der Spremberger Initiative an. Von Rene Wappler

Einen Arbeitsplan für das nächste Jahr wird die Lenkungsgruppe Generationenfreundliche Stadt im Januar entwerfen. Das teilt der neue Sprecher Benjamin Schorg mit, der diese Aufgabe von Friedrun Barchmann übernommen hat. Erste Projekte seien bereits im Gespräch: So freue er sich darüber, dass im Jahr 2018 eine Reparatur des viel kritisierten Kopfsteinpflasters in der Mühlenstraße geplant sei. Die Mitglieder des Seniorenbeirats hatten schon im Januar 2016 angemerkt, dass der Belag aus Pflasterstein vielerorts vor allem für Menschen mit Rollatoren zum Hindernis wird: Sie laufen Gefahr, stecken zu bleiben oder sogar zu stürzen.

Auch der Spremberger Pflegestammtisch zählt zu den Projekten, mit denen sich die Lenkungsgruppe Generationenfreundliche Stadt verbunden sieht. Im Moment beraten die Teilnehmer über die Idee, einen ähnlichen Austausch wie zwischen den Fachleuten auch für Angehörige zu schaffen. Der nächste Termin für den Pflegestammtisch steht schon fest: Wie Organisatorin Sabine Baumgarten mitteilt, wird er am 30. Januar 2018 um 18 Uhr im Bootshaus an der Spree tagen.

Im September 2017 sprach eine Expertin über das gleiche Problem, das auch auf dem Kopfsteinplaster in der Stadt besteht: Sozialpädagogin Anja Gehrke-Huy hielt einen Vortrag, in dem sie die Sturzgefahr bei Senioren analysierte. Nach einem Sturz baue der Körper älterer Menschen innerhalb von zwei Wochen mehr als 30 Prozent aller Muskeln ab, warnte sie. Deshalb sollten sich Betroffene so lange bewegen, wie es ihnen möglich sei, statt auf Spaziergänge zu verzichten: Den eigenen Körper zu fordern, darin bestehe die beste Vorsorge.

Auf einen „großen Wurf“ hofft Benjamin Schorg von der Lenkungsgruppe für das nächste Jahr bei einem Konzept der Initiative „Art Generation“: Sie bietet nach eigenen Angaben im Süden des Landes Brandenburg „interessante Alternativen“ bei Arbeit, Wohnen und Leben „für die junggebliebene Generation" ab 50 Jahren. Wie Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) im Dezember vor den Stadtverordneten berichtete, trägt sich der Initiator Peter Bruno Gruber mit der Idee, für diese Generation neue Lebensmodelle zu entwickeln: „Voraussetzung sind geeignete Objekte im ländlichen Raum“, erklärte die Bürgermeisterin.